1 - 108: Giganten der Meere: Mit Riesenhaien in Irland schnorcheln

Shownotes

Sanfte Giganten & unvergessliche Begegnungen

In dieser Folge von Tauch Talk spricht Carolin Staab mit Unterwasserfotografin und Reisejournalistin Claudia Weber-Gebert über eines der beeindruckendsten Tiere unserer Ozeane:

👉 den Riesenhai.

Gemeinsam tauchen sie ein in die Welt dieser faszinierenden Tiere und sprechen darüber:

  • warum Riesenhaie völlig ungefährlich sind,
  • wo man sie überhaupt sehen kann,
  • weshalb Irland zu den besten Orten weltweit gehört,
  • wie Expeditionen zu den Tieren ablaufen,
  • und warum Schiffskollisionen heute eine der größten Gefahren für die Tiere darstellen.

Claudia erzählt außerdem von:

  • ihren persönlichen Begegnungen mit den „gentle giants“,
  • spannenden Expeditionen in Irland,
  • der Forschung rund um die Tiere,
  • und einem ganz besonderen Moment unter Wasser, den sie nie vergessen wird.

Eine emotionale und spannende Folge über Respekt vor der Natur, große Abenteuer und die Magie echter Begegnungen im Ozean. 🌊✨

⏱️ Timestamps

00:00 – Intro & Vorstellung von Claudia Weber-Gebert 00:39 – Was genau sind Riesenhaie? 03:04 – Wo kann man Riesenhaie sehen? 06:26 – Warum die Tiere geschützt werden müssen 08:17 – Die größte Gefahr: Schiffskollisionen 13:53 – Wie Claudia zum Tauchen gekommen ist 17:06 – Wie die erste Riesenhai-Expedition entstand 21:43 – So laufen die Expeditionen in Irland ab 25:22 – Wann man die Tiere am besten sehen kann 27:10 – Claudias emotionalste Begegnung mit einem Riesenhai 30:47 – Wie man selbst an einer Expedition teilnehmen kann 32:59 – Kontaktmöglichkeiten & Abschluss

🌊 Mehr zu Claudia Weber-Gebert

🌐 Website: claudiawebergebert.com

📩 Email: weber-gebert@design-buero.org

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📸 Instagram: https://www.instagram.com/claudiawebergebert/

▶️ YouTube: https://www.youtube.com/@claudiawebergebert

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen im TauchTalk, der Podcast bei dem es rund ums Tauchen geht.

00:00:05: Mein Name ist Karo ich bin Wilmar dein Host und ich freue mich riesig heute Claudia Weber Gebert bei mir im Podcast begrüßen zu dürfen denn sie ist Unterwasser Fotografin und vor allem ist sie auch Reisejournalistin.

00:00:18: Herzlich Willkommen liebe Claudia!

00:00:19: Ich freu mich riesigt dass du heute mit dabei bist.

00:00:22: Ja hallo und ja ich freue Das ist wirklich ganz toll, heute hier mit dabei zu sein und es geht ja auch um ein spannendes Thema.

00:00:33: Allerdings, allerdings da sprichst du das Richtige an und zwar sprechen wir ja heute so ein bisschen über Riesenheil und genau wie so richtig sind beziehungsweise wie man die überhaupt sehen kann, was man dafür tun muss.

00:00:49: Und das werden wir heute alles von dir erfahren.

00:00:51: und ich würde sagen Claudia steig einfach mal ganz direkt ins Thema ein und frag dich Was genau sind das denn für Tiere?

00:00:59: Ja es sind wieder Name schon sagt Es sind Heihe und sie sind Kost.

00:01:04: deswegen in Deutsch Riesen heie.

00:01:06: es sind die zweitgrößten Heie und damit auch die zweitgrößten Fische der Erde.

00:01:12: Die größeren sind nur noch, die Wahlheie.

00:01:14: Die sind noch größer.

00:01:17: Der deutsche Name erklärt sich von allein.

00:01:22: Der lateinischen Namen ist Cetorinos.

00:01:25: Maximus.

00:01:26: muss ich selbst auch ablesen?

00:01:29: das kann ich mir fast nicht merken.

00:01:31: Und dann auf Englisch, Basking Sharks.

00:01:33: Das kommt daher, weil die bei schönem Wetter halt an der Wasseroberfläche gesehen werden und dann hat man so vom Gemutmaß, die würden Sonnen baden.

00:01:43: deswegen Basking sharks.

00:01:46: Schön!

00:01:46: Die

00:01:46: werden bis zehn Meter lang sind aber sehr harmlos.

00:01:56: also sie filtern eigentlich nur Plankton.

00:02:00: Sie haben keine Zähne Also ungefährlich für uns Menschen.

00:02:06: Sie haben Kiemenreusen, das heißt die an den Kienen oben von dem Tier sind zackend dran und da bleibt einfach das Plankton hängen Und die ernähren sich davon.

00:02:22: Leider sind sie wenig erforscht.

00:02:24: man weiß wenig über die Tiere.

00:02:26: Ja

00:02:30: Das ist super spannend.

00:02:33: Die sind ja wirklich, wie du gesagt hast, zehn Meter lang.

00:02:36: Das ist ja unfassbar!

00:02:37: Ich kann mir natürlich auch gut vorstellen dass das mächtig ist wenn man taucht und dann so ein Riesenhai vor einem... ich sag mal Ja schwimmt und man das dann erstmal so wahrnimmt.

00:02:52: Wo kann ich denn solche Tiere sehen?

00:02:55: Solche Riesenhaie?

00:02:57: Ich

00:02:57: bin immer an mich in Deutschland.

00:03:00: Ja, vielleicht sogar schon an der Nordsee ja?

00:03:04: Wenn sich eines mal dahin verirrt also normalerweise In den mäßig warmen bis kalten Gewässern sowohl auf der Nordhalbkugel als auch auf der Südhalbkugeln Das heißt bei uns hier in der Nähe, in den kalten Gewässern des Nordatlantik und dann halt auch überall da wo es Plankton gibt.

00:03:35: Weil die sich von den Planktoren ernähren sind sie immer auf der Suche nach dem Planktoon und sind dann überall da anzutreffen wo die Wassertemperaturen entweder entsprechend niedrig sind Und das ist zum Beispiel hier bei uns in Europa, Irland England Schottland Nordfrankreich Atlantik und man hat sogar auch schon junge Tiere im Mittelmeer gesichtet.

00:04:03: Bei Kroatien und das ist eigentlich so sehr ungewöhnlich weil das Wasser für die Tiere da viel zu warm ist.

00:04:10: also wahrscheinlich hatte sich irgendwie verirrt dahin aber ansonsten halt eher in den kalten Gewässern was es natürlich für uns Taucher auch ein bisschen schwieriger macht weil man sich dann entsprechend halt auch ausrüsten muss, um diesen kalten Gewässern Stand zu halten.

00:04:33: Auf jeden Fall, auf jeden Fall!

00:04:35: Da hat er sich aber spannend trotzdem, dass man die in Kroatien gesehen hat?

00:04:42: Ja, ich war da auch sehr überrascht.

00:04:45: Aber ich habe halt da auch Kontakte und dann hat mir jemand geschrieben, wir haben hier einen in Kroatien gesehen, wie jetzt im Kroatian.

00:04:55: eigentlich ist das nicht typisch aber gut wenn die da natürlich genug Plantern irgendwo finden warum nicht?

00:05:05: Wenn da irgendwelche Strömungen halt ins Mittelmeer den Plantern reinschieben dann ist das durchaus möglich und ich meine, das Mittelmeer ist ja auch an einigen Stellen richtig tief.

00:05:19: Das heißt vielleicht gibt es da tatsächlich mehr von diesen Riesenheien aber die bleiben dann unten in diesen kalten Strömungen in der Tiefe und kommen gar nicht an die Wasseroberfläche und dann sieht man sie natürlich nicht.

00:05:37: Man weiß es nicht.

00:05:38: wie gesagt es ist wenig erforscht.

00:05:41: Ich habe Kontakt zu der Headfield University aus USA.

00:05:48: Die sind auch im Frühjahr immer, wenn ich da bin, auch immer vor Ort und die haben tatsächlich auch die Tiere schon geteckt um halt herauszufinden, wann sie da sind.

00:06:00: wo gehen die denn danach hin?

00:06:02: Und man hat bisher noch keine globale Aussage gefunden, also sie sind in alle Himmelsrichtungen weiter verschwunden und waren dann jedes Jahr etwas anderes gemacht.

00:06:14: Insofern kann man nicht grundsätzlich sagen was machen die denn?

00:06:18: Also wenn Sie nicht gerade irgendwo an der Oberfläche fressen ist es ganz unterschiedlich.

00:06:25: Spannend!

00:06:26: Sehr sehr spannend okay.

00:06:29: Sind interessante

00:06:30: Tiere?

00:06:31: ja

00:06:32: auf jeden Fall Super, super interessante Tiere.

00:06:37: Erzähl mir mal warum müssen denn die Tiere geschützt werden?

00:06:40: Also was sind ich sage mal die größten Bedrohungen?

00:06:43: Ja, also die ernähren sich ja von den Planktern und wenn halt eben mit den aufwärtsströmungen Plankern an die Wasseroberfläche kommt dann schwimmen sie halt an der Wasserobergfläche.

00:06:58: Da guckt auch diese riesige dreieckige graue Rückenflosse, die guckt raus, die sieht man Und wenn da natürlich Plastik im Wasser ist Ist das schon mal nicht gut, die verschlucken das dann?

00:07:13: Also das Maul ist wirklich riesengroß wenn da irgendwelche Plastikteile sind oder auch Mikroplastik.

00:07:20: Was in den Plankton mit vermischt ist, die fressen das.

00:07:24: Das ist natürlich nicht gesund für die Tiere und das überleben sie nicht.

00:07:28: Anderes Problem ist die Netze und die Leinen von Fischräusen oder Krammrösen.

00:07:36: Da verwickeln die sich drin.

00:07:40: Ja, wenn die eben diese Netze richtig festgemacht sind auf dem Boden dann kommen die nicht mal hoch.

00:07:46: Die verenden da drinnen auch sehr dramatisch.

00:07:51: aber tatsächlich ist die allergrößte Bedrohung für die Tiere sind Schiffs-Kollisionen.

00:07:59: Eben weil sie halt mit Schiffen also Tatsächlich Unfälle mit Schiffe sowohl große richtig große Schiffe Containerschiffe Wenn man daneben schwimmt, hat man natürlich keine Chance.

00:08:15: Aber für Schliffe ist diese Geschwindigkeit langsam und die können dann gar nicht so schnell ausweichen und sind halt dicht unter der Wasseroberfläche und werden dann wirklich schwerst verletzt von den Schiffsschrauben.

00:08:34: Und auch da habe ich von der Hetfield University beim Gespräch mit den dann in Irland ein Video gezeigt bekommen, von dem ich absolut schockiert war.

00:08:48: Ich hab ja vorhin schon erwähnt die Tiere sind geteckt worden.

00:08:52: diese Text geben verschiedene Informationen.

00:08:56: zum einen ist eine kleine Kamera dran Dann ist ein Geschwindigkeitsmesser dran es ist ein Tiefen Messer dran Und natürlich GPS-Signale.

00:09:10: Es gibt ein Video, diese Text lösen sich nach einer Zeit und kommen an der Wasseroberfläche auf.

00:09:19: Dann kann man die wieder einsammeln und die Daten auslesen und auch die Videos anschauen.

00:09:26: Dieses Video, was ich da gezeigt bekommen habe, das war insofern schockierend als man sieht... Der Hei schwimmt unter der Wasseroberfläche, sonniger Tag, schönes Wetter.

00:09:38: Der Kuster so richtig locker leicht vor sich hin und man denkt ach ja wie schön!

00:09:45: Und auf einmal ist in dem Video eine Kollision mit einem Motorboot zu sehen.

00:09:57: Es ist schockierend... Man sieht Die Kamera kommt dann mal aus dem Wasser raus, deswegen sieht man es ist ein Motorboot.

00:10:05: Dann sieht man wie der Hei sich um seine eigene Achse dreht und man sieht, wie er absinkt und es wird dunkel und der Tiefenmesser gibt irgendwie sechzig Fuß an, ne?

00:10:25: Sechzig Meter nicht Fußmeter.

00:10:30: Der Geschwindigkeitsmesser gibt auf einmal gar keine Signale mehr.

00:10:35: Das heißt, das Tier ist zu Boden auf den Meeresgrund gesunken und hat sich nie wieder bewegt als heißt es ist tot.

00:10:47: Und das ist ein Zeichen auch dafür.

00:10:50: also so einen Beweis dafür.

00:10:52: ja wenn die von der Schiffsschraube so verletzt werden die treiben da nicht unbedingt auf der Oberfläche, sondern sie sinken ab und man sieht es nicht.

00:11:04: Also diese nicht sichtbaren Unfälle, die dann passieren und die wahrscheinlich ziemlich häufig sind eben weil die Tiere dann wenn sie fressen so dicht unter der Oberflesche sind.

00:11:20: ja aber was man nicht mehr sieht das ist dann so weg.

00:11:25: Keiner spricht drüber.

00:11:27: und aber in diesem Video ist es halt tatsächlich einmal bewiesen, was passiert.

00:11:34: Und das war ein kleines, das war so ein Sportboot, Motorboot mit einem festen Rumpf ja also noch nicht mal ein riesengroßer Dampfer.

00:11:47: und was ein riesengroßer Dampf war dann macht ist natürlich noch wahrscheinlich noch brutaler.

00:11:54: Man sieht auch manchmal Bilder von Tieren, die diese Verletzungen auf dem Rücken haben.

00:12:03: Die dann wieder verheilt sind und haben noch mal Glück gehabt.

00:12:06: aber tatsächlich sagen die Wissenschaftler, diese Kollisionen mit Schiffen sind die größte Betrohrung.

00:12:16: Krass!

00:12:17: Wahnsinn ich hätte gar nicht gedacht dass man wirklich so ein kleines Motorboot bei so einem riesen High, das dann anrichten kann.

00:12:27: Aber klar ist es halt eine Schiffsschraube scharfkantig, metall wahrscheinlich.

00:12:36: Das bohrt sich natürlich auch da in die Haut rein.

00:12:41: Boah!

00:12:41: Das ist ja übel.

00:12:44: Ja, man hat vermutet, dass die Wirbelsäule gebrochen war oder irgendwas.

00:12:50: Irgendwie in der Art... Was genau konnte man natürlich dann auch nicht mehr sehen?

00:12:55: Also die Kamera hat immer nach vorne geschaut, was praktisch hinten dran passiert ist.

00:13:02: An dem Tier konnte man nicht sehen.

00:13:04: Die Kamera ist dann an dieser Rückenflosse immer festgemacht, weil man da oder halt wie eben so am vorderen Körper, wenn man da am besten die zum Haften bekommt und man möchte ja auch schöne Bilder haben aussagekräftige Bilder aus diesen Videos um zu verstehen, wie die Tiere leben was sie machen, wie ihr Verhalten isst aber sehr traurig Zum anderen auch sehr leerreich, weil man damit wirklich sagen kann.

00:13:36: Ja also hier das passiert.

00:13:38: Das ist jetzt keine Fiktion es passiert und wahrscheinlich halt häufiger als man denkt.

00:13:49: Auf jeden Fall Wahnsinn okay!

00:13:53: Das ist auf jeden Fall ein schwieriges Thema.

00:13:58: Was mich jetzt mal interessiert, ich muss meine persönliche Frage zwischendrin reinstellen.

00:14:02: Ja!

00:14:04: Wann hast du mit dem Tauchen angefangen?

00:14:07: Ich habe im Jahr two-thausend-eins mit Tauchen angefangen also eigentlich erst sehr spät.

00:14:14: da war ich dann schon sechsten dreißig und aber vorher immer Freediving gemacht.

00:14:20: Seit meiner Kindheit bin ich Freediver.

00:14:23: Okay, Wahnsinn.

00:14:24: Hast du dich

00:14:24: immer

00:14:25: noch für Riesenheier interessiert oder kam das dann erst?

00:14:30: Ja, das kam so mit der Zeit.

00:14:32: also unter Wasserwelt hat mich schon immer interessiert.

00:14:35: ich war auch.

00:14:36: als Kind waren wir dann immer in Frankreich und Spanien am Mittelmeer und ich konnte noch nicht schwimmen, aber ich konnte schnorcheln.

00:14:46: Und habe erst sehr spät schwimmen gelernt, aber ja das Schnorchen, ich hab immer eine Maske angehabt und hab immer nach unten geguckt weil ich das viel spannender fand als dass was über der Wasseroberfläche passiert

00:14:59: ist

00:15:00: und war auch immer wenn es drum ging an welchem Strand fahren wir hin war ich immer dafür dahin zu fahren wo Felsen sind und Klippen weil da viel Leben ist und das hat mich schon immer interessiert.

00:15:16: Und ja, als ich dann irgendwann anfing... Berichte oder Artikel für Zeitschriften zu schreiben unter Wasserzeitschiften habe ich mir schon immer auch Themen ausgesucht, die mich selbst auch interessiert haben wie jetzt zum Beispiel auf den kanarischen Inseln.

00:15:40: Die Pilotwale mit denen war ich im Wasser.

00:15:44: Gleichzeitig, als ich da angefragt habe für die Genehmigung ist die Universität von La Laguna auf mich zugekommen.

00:15:51: Ob ich nicht auch bei den Forschung zu den Schnabelwahlen mit dabei sein möchte?

00:15:57: Dann Frankreich die Seepferdchen im Etern der Tau Eine kryptische Art hat mich auch irgendwie fasziniert.

00:16:08: Also es sind nicht immer nur die großen Tiere, sondern auch kleine und ich habe dann eigentlich immer auch versucht irgendwelche Wissenschaftler zu fragen, die irgendwo greifbar waren um halt eben Informationen zu diesen Tieren zu bekommen.

00:16:25: und ich bin das wahnsinnig spannend.

00:16:26: was das mehr zu bieten hat Die Vielfalt, das ist schon klasse.

00:16:35: Und zu schauen was machen die Tiere?

00:16:39: Wie verhalten sie sich?

00:16:42: Wo leben die und wie vermehren Sie sich?

00:16:47: Es ist so vielfältig und jedes Tier anders irgendwie... Auch immer guter Stoff für irgendwelche Artikel.

00:16:59: Auf jeden Fall, auf jeden Fall diese Riesenheie du hast dich da ich sag mal ja so ein bisschen in dieses Thema verliebt und hast dann auch angefangen irgendwann und hast gesagt euch möchte Ich möchte mehr davon sehen, ich möchte mehr darüber wissen.

00:17:16: Das kommt bestimmt auch eben dadurch dass du ja eben auch Journalistin bist in dem mich mal ein bisschen mit in diese Reise.

00:17:23: wann hat das angefangen was du gesagt hast?

00:17:24: Ich mache jetzt mal hier so eine Expedition dahin.

00:17:29: Ja tatsächlich am Ende der Corona-Zeit weil man da schon nach Irland hin reisen konnte wo man hier sonst in den anderen Ländern noch nicht ganz so einfach reisen könnte.

00:17:43: Und mein Mann, ich muss ein bisschen ausnehmen.

00:17:46: Mein Mann war zu der Zeit in Frankreich und ich war halt oft bei ihm und wir konnten über Frankreich mit der Fähre nach Irland reisen.

00:17:58: Die Riesenheie tatsächlich habe ich mal eine Reportage darüber im Fernseher gesehen und es hat mich irgendwie fasziniert.

00:18:05: auch dann tatsächlich auch während der Corona-Zeit, als man ja viel Zeit hatte zu überlegen habe ich schon Kontakte aufgenommen in Irland mit Leuten die potenziellerweise zur Verfügung stehen würden vielleicht dass man da bei denen was buchen kann.

00:18:31: und Ja, leider konnte man nichts buchen aber ich habe jede Menge Kontakte bekommen.

00:18:37: Also ein Mensch hat mir da ganz viele Telefonnummer und E-Mail Adressen gegeben und ich hab dann tatsächlich auch mit den Leuten Kontakt aufgenommen und die haben dann gesagt ja klar wenn du hierhin kommst, kannst du mit uns rausfahren gar kein Thema.

00:18:58: Sag dann einfach Bescheid weil du da bist!

00:19:02: Und ja, das war dann so der Einstieg zu den Riesenheimen.

00:19:08: Wir sind dann tatsächlich im April von Frankreich nach Irland mit der Fähre hingereist und ich habe den Leuten vorher Bescheid gesagt, wir sind dann und da.

00:19:25: Ja gut, kein Problem melde ich einfach.

00:19:29: Ja, die Iren sind sehr unkompliziert und das waren so die Anfänge.

00:19:36: Und tatsächlich war dann einer auch Skipper und hat mich mitgenommen.

00:19:41: und wir sind halt jetzt... Wir sind Freunde, also ich habe jetzt lauter Freunde da, ein wahnsinnig großen Freundeskreis, diese Reise mit uns machen.

00:19:56: und wo ich dann auch gefragt habe, ja kann ich noch Leute mitbringen?

00:20:01: Und die natürlich klar jederzeit sagt nur Bescheid wann du da bist.

00:20:06: Dann machen wir das!

00:20:10: Insofern war das so der erste Kontakt.

00:20:16: Es gibt keinen Veranstalter vor Ort.

00:20:19: ganz klar Die Tiere sind nur vier bis sechs Wochen da, also das ist nichts wo man ein ganzes Jahr mit Geld verdienen könnte.

00:20:29: Sonst gäbe es das mit Sicherheit.

00:20:31: aber halt ja es gibt private Leute die dann rausfahren.

00:20:36: der eine ist halt auch bei.

00:20:41: wie heißt die Organisation jetzt noch mal Wildlife.

00:20:47: Also er berichtet immer über alle Sichtungen Riesenheier über Wale, die auch da vor der Küste vorkommen.

00:20:57: Vor der Westküste von Irland und so weiter.

00:20:59: Also er berichtet da.

00:21:00: Der geht jeden Tag an die Aussichtspunkte, guckt mit Fernklass oder fährt mit seinem Boot raus und guckt und zählt und berichtet also Sehr spannende und interessante Arbeit.

00:21:15: Wahnsinn, okay!

00:21:16: Und dann bist du da damals ausgefahren und hast gesagt ok ich möchte jetzt hier... Ich möchte das jedes Jahr machen, ich möchte jedes Jahr das veranstalten und mit Menschen die genauso interessiert daran sind mal Riesenheier zu sehen eben die zusammenzutrommeln und diese Expeditionen zu starten.

00:21:35: Ganz genau ja

00:21:37: Wie kann ich mir so eine Reise vorstellen?

00:21:39: Ja, es ist wie du schon sagtest.

00:21:41: Es hat Expeditionscharakter.

00:21:45: Es ist auch kein Tauchen sondern wir schnorcheln.

00:21:47: nur mit den Tieren tauchen macht keinen Sinn weil die sind an der Wasseroberfläche und weiter unten.

00:21:52: also zum Tauchen.

00:21:53: das Wasser ist grünes ist eine grüne Suppe macht keinen sinn man sieht nicht mehr.

00:21:58: Und ja wenn das Wetter zu lässt fährt man halt mit dem Zodiac raus.

00:22:05: Und wenn man die Tiere sieht, muss man sie erst mal ein bisschen beobachten.

00:22:09: Weil die schwimmen Muster.

00:22:11: Also die schwinnen entweder einen Zickzack oder die Schwimmen rauf eine Strecke also hundert- zweieinhalb Meter rauf dann drehen wir, dann kommen wieder zurück Dann wieder wirklich solche Schlaufen Oder die schwimmenden Kreise und bewegen sich mit diesen Kreisen vorwärts.

00:22:30: Wenn man dieses Muster erkannt hat Dann kann der Skipper einen an einer Stelle, wo man denkt hier kommen die jetzt gleich in den nächsten paar Minuten wieder vorbei einfach ins Wasser schweißen und dann wartet man einfach.

00:22:46: Und wenn man das richtig beobachtet hat, dann kommen die tatsächlich genau immer auf einen zu.

00:22:55: Das ist natürlich das tolle Erlebnis, wenn da das riesige Maul auf einen Zug kommt aus dem trüben Wasser.

00:23:05: Und ja dann ist halt die Gelegenheit zu filmen und zu fotografieren was das Zeug hält.

00:23:15: Ja also wie gesagt im Schnorscheln mit einem wendigen Zodiac was über ein überall dann hinbringen kann und wo man, wo man halt sehr flexibel ist.

00:23:27: Also ein größeres Boot würde jetzt auch nicht wirklich Sinn machen weil man muss je nachdem halt ganz schnell nochmal aufs Boot rauf noch mal fünfzig Meter weiterfahren und dann nochmal von vorne anfangen also auch wieder gucken wo kommt der Hei wahrscheinlich vorbei?

00:23:42: Und dann wieder da ins Wasser rein und wenn man selbst im Wasser drin ist währt das Boot natürlich weg.

00:23:48: Also das Boot muss außer aus der Bahn sein, wo der Heidern langschwimmen würde.

00:24:00: Das Ganze halt mit den privaten Skippern und hänge ich vom Wetter.

00:24:06: Das ist in Irland nicht immer ganz so gut.

00:24:10: Stimmt ja!

00:24:13: Also da ist halt auch so, wir machen zehn Tage.

00:24:18: Also immer dazu gesagt es ist eine private Reise.

00:24:21: also ich bin kein Organisator und ich kümmere mich nur um die Unterkunft für die Leute und machen mit uns an Skippern halt die Termine aus.

00:24:33: und als andere muss jeder selbst organisieren.

00:24:40: Wie ist das Wetter?

00:24:41: Wie sind die Wettervorhersagen?

00:24:44: und unser Skipper sagt uns, wann man rausfahren kann.

00:24:48: Wann es sich lohnt, wenn das Wett voraussichtlich gut ist Und dann wird auch dementsprechend.

00:24:56: nach den Wetterkarten wird das Zeitfenster vorgegeben.

00:25:02: Wenn's morgens schon gut ist fahren wir natürlich morgens direkt raus neun Uhr halb zehn zehn je nachdem und sind dann vier bis sechs Stunden auf dem Wasser.

00:25:11: Und folgen den Riesenhain, immer auf der Spur der Riesenheie.

00:25:18: Genau!

00:25:18: Immer auf der Risenhei.

00:25:19: Du hast vorher gesagt, dass es nur vier bis sechs Wochen oder sechs bis zehn Wochen... Dass die Tiere nur da sind?

00:25:27: Genau.

00:25:28: Ja.

00:25:29: Vier bis sechs Wochen im April.

00:25:31: Also man kann sagen, die Kernzeit ist im April Und dann sind die Wetter weg, dann gehen die woanders hin meistens Richtung Norden Richtung Schottland.

00:25:41: Da sieht man sie ja dann oft auch im September, August-September und ob das die gleichen Tiere sind weiß man jetzt halt nicht weil eben diese Trecker, die dann angebracht werden, die lösen sich wieder ab.

00:25:57: Man versucht halt auch die Tiere anhand ihrer Rückenflosse und Schwanzflosse, und irgendwelchen besonderen Merkmalen wie Narben.

00:26:06: Also so einen Katalog davon zu erstellen, nicht zu identifizieren aber das ist ja noch nicht sehr weit vorangeschritten.

00:26:12: Ja

00:26:14: klar.

00:26:16: Wie alt wird so ein High?

00:26:20: Die können bis ich glaube ich habe mal was sechzig Jahre gelesen Wahnsinn.

00:26:25: Ich bin aber jetzt nicht ganz sicher, aber ich glaube die können bis zu sechzig Jahre alt werden.

00:26:31: und wir haben immer so Tiere gesehen zwischen sechs und acht Meter Größe und wir hatten tatsächlich auch in einer Bucht mal ein Jungtier was dann nur drei Meter fünf Sekunden lang war Ganz selten.

00:26:46: Also da war das Forschungsschiff von der Headfeed University, die waren genau neben uns und haben auch gesagt, das haben wir jetzt noch nicht gesehen.

00:26:54: also so ein kleines Tier.

00:26:56: Aber ja, klar.

00:26:57: Die müssen ja auch mal irgendwann erst einmal klein sein bevor sie groß werden.

00:27:03: Ja auf jeden Fall.

00:27:04: Auf jeden Fall!

00:27:05: Okay, spannend.

00:27:06: Jetzt möchte ich natürlich von dir auch wissen du hast ja so ein bisschen eine Passion vor allem mit diesen Tieren zu schwimmen die zu sehen darüber auch zu berichten.

00:27:15: was war denn dein schönstes Erlebnis?

00:27:17: Mit Riesenheim?

00:27:20: Ja, schön.

00:27:21: Also ein bisschen aufregendes!

00:27:23: Das war tatsächlich so ganz am Anfang bei dieser ersten Mal, im Jahr zwei tausend zweieinzwanzig noch nicht viel Erfahrung wie die Tiere sich so verhalten und was sie machen.

00:27:35: Und ich war in Wasser nie geplant.

00:27:38: Wir haben geguckt wo kommt der Heil an?

00:27:41: Der kommt auf mich zu Ich bin am filmen zieht, dann kommt erst auf mich zu und zieht dann... ich habe dann Platz gemacht.

00:27:52: Zieht an mir vorbei sehr majestätisch und groß und ich denke so ja den lasse ich jetzt so ganz gemütlich aus dem Film, aus dem Bild raus schwimmen.

00:28:03: das ist ein schönes Video.

00:28:05: und auf einmal kriege ich einen Schlag in den Rücken und denk warum schubsen die mich jetzt da mit einem Schlauchboot?

00:28:12: Wir können die nicht Abstand halten!

00:28:15: Und drehe mich zur Seite und habe den zweiten Riesenheim neben mir, der mich aufs Seite geschubst hat.

00:28:28: Den hab ich nicht gesehen.

00:28:29: also in trüben Wasser sieht man es tatsächlich fast nicht.

00:28:32: und ja... Hab mich dann im Nachhinein etwas erschrocken und gedacht hab oh Mensch das war jetzt Sehr nah, so nah wollte ich den gar nicht kommen.

00:28:46: Aber gut es ist nichts passiert.

00:28:49: die beißen ja nicht Die haben halt wirklich keine zähne aber sie sind halt groß Richtig richtig richtig groß wenn man direkt so daneben ist.

00:29:01: Der hat mir mit der mit dieser Brustflosse hatte er mir auch die Beine unten weggezogen.

00:29:05: also ich habe ein bisschen einen Satz nach hinten gemacht sehr, sehr beeindruckend.

00:29:14: Und ja die zwei Männer auf dem Boot hinter mir, die waren ein bisschen Abstand und haben sich kaputt gelacht.

00:29:23: Unser Skipper wusste ja das wenn nichts passieren kann!

00:29:28: Das war so ein Highlight gewesen.

00:29:34: Selbst wenn ich jetzt dann das weiß mit diesem Wissen Hi, der wegschwimmt.

00:29:43: Halt ich in dieser Stunde die Kamera und guck immer mal noch mal so rechts- und linkszeitwärts, ob da doch noch eins weiter hinterher kommt?

00:29:51: Ganz genau!

00:29:53: Da muss man ein bisschen so einen dreihundertsechzig Grad Blick entwickeln, dass man das an den Blick hat.

00:30:00: Ja, ich glaube es war auf jeden Fall ein einsteigendes Erlebnis für dich.

00:30:06: Aber es ist wirklich so... Man kann wirklich sagen Es sind sanfte Riesen.

00:30:11: Also, der hätte ja auch irgendwie mich kräftiger schubsen können.

00:30:16: Aber er hat mich einfach nur so ganz lockerlässig bei Seite geschoben und so... Ja komm du mir mal jetzt aus dem Weg!

00:30:26: Aber kein

00:30:29: gar kein aggressives Verhalten oder irgendwas.

00:30:32: also die sind wirklich sehr geduldig und gechillt relaxed.

00:30:38: Es sind tolle Tiere, es sind einfach tolle Tiere.

00:30:43: Ja

00:30:44: auf jeden Fall, auf jeden fall.

00:30:46: Claudia was ist denn wenn ich gerade diese Folge höre und ich sage Boah!

00:30:50: Ich wollte schon immer mal Riesenhaie sehen und ich möchte unbedingt mal mitkommen auf so eine Expedition.

00:30:56: Was

00:30:57: kann ich dann machen?

00:30:58: Wie kann ich dich erreichen?

00:31:01: Am besten per E-Mail da bin immer erreichbar, auch wenn ich irgendwo anders in der Weltgeschichte unterwegs bin oder per WhatsApp.

00:31:14: Über per E-Mail am besten auf meine Internetseite geben.

00:31:19: das ist Claudia Weber Gebert in einem Wort durchgeschrieben www.gebert.com.

00:31:25: Da kommt man auf meiner Internetseiten da gibt es ein Kontaktformular und da ist auch meine E-mail Adresse hinterlegt.

00:31:33: oder auf die WhatsApp, der WhatsApp Kontakt ist da auch hinterlegt.

00:31:39: Eventuell könnt ihr den auch noch irgendwo mit einblenden.

00:31:44: das ist dann der einfachste Weg um mich zu kontaktieren.

00:31:49: Ansonsten, ich bin auf allen sozialen Medien, auf Facebook, auf Instagram und auf TikTok.

00:31:55: Also irgendwo findet man mich auch auf YouTube.

00:31:59: Auf YouTube gibt es übrigens auch ein sehr spannendes Video von unserer Expedition im Jahr zwei Tausendfünfundzwanzig.

00:32:08: Da sind extra zehn Taiwanesen nach Irland gekommen die Riesenheie zu sehen, das war wirklich eine ganz tolle Truppe.

00:32:19: Die haben sich auch vom Wetter nicht abschrecken lassen, die wollten bei jedem Wetter am liebsten rausfahren und wir haben so viele Riesen-Heier gesehen.

00:32:30: also wir haben auch bei schlechtem Wetter tatsächlich die Riesen-Hei gesehen.

00:32:34: zwar man findet sie schlechter aber die waren trotzdem auch da.

00:32:39: Wir haben jedes Mal, wenn wir rausgefahren sind, haben wir die Tiere gesehen.

00:32:46: Insofern ist es eine ziemlich große Wahrscheinlichkeit, die am April dann da zu sehen genau.

00:32:54: Sehr schön.

00:32:55: Wir machen es euch natürlich noch einfacher und zwar haben wir hier in den Show Notes, natürlich Claudia's ganze Links verlinkt, Website, Social Media Kanäle, YouTube haben wir gerade gehört ist natürlich ja alles da.

00:33:09: dann kannst du mit einem klickt einfach darauf klicken und bis dann direkt bei ihr und kanns einfach mal mit ihren Kontakt treten.

00:33:16: und wer weiß vielleicht bist du ja bei der nächsten Expedition dabei?

00:33:20: Und falls du diese Folge gerade auf Youtube Streams natürlich auch hier unter dem Video in der Infobox mit einem Klick direkt bei ihr und dann einfach mal mutig sein ins trübe Wasser springen.

00:33:32: Und die tollen Riesenhaie sehen, da freut sie sich bestimmt sehr.

00:33:37: Claudia danke dir!

00:33:38: Danke für diese tolle Folge.

00:33:40: ich freue mich riesig dass du da warst und dass du uns wirklich diese schönen Einblicke mitgeben konntest.

00:33:45: und wer weiß vielleicht kommst ja nochmal irgendwann in den Tauchtalk.

00:33:49: Ja ich danke auch ganz herzlich und klar, ich komme gerne jederzeit wieder in den Tauchtalk.

00:33:54: Ich habe ja noch ein paar andere spannende Abenteuerreisen zu berichten.

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