1 - 116: Tiefenrausch: Die unterschätzte Gefahr beim Tauchen

Shownotes

Warum passieren selbst erfahrenen Tauchern schwere Unfälle?

Nicht immer liegt es an der Ausrüstung.

Oft entscheidet unser Gehirn darüber, ob wir unter Wasser die richtigen oder die falschen Entscheidungen treffen.

In dieser Folge des TauchTalk Podcasts spricht Carolin Staab mit Dr. Harald Ege, Psychologe, Tauchlehrer und PADI-zertifizierter Tauchpsychologe, über das Thema Tiefenrausch – und warum dieser zu den am meisten unterschätzten Risiken beim Tauchen gehört.

Anhand eines tragischen Tauchunfalls auf den Malediven erklärt Harald, was im Gehirn eines Tauchers passiert, warum ganze Gruppen gleichzeitig falsche Entscheidungen treffen können und wie sich Tiefenrausch überhaupt bemerkbar macht.

Du erfährst außerdem, welche Warnsignale du kennen solltest, wie Gruppendruck und Stress deine Wahrnehmung verändern und warum mentale Vorbereitung ein genauso wichtiger Sicherheitsfaktor ist wie deine Ausrüstung.

Eine spannende und lehrreiche Folge für alle Taucher – vom Einsteiger bis zum erfahrenen Profi.

📌 Shownotes

In dieser Episode sprechen wir über:

🧠 Was beim Tiefenrausch im Gehirn passiert 🤿 Die ersten Warnsignale unter Wasser erkennen 👥 Warum ganze Tauchgruppen gleichzeitig Fehlentscheidungen treffen können ⚠️ Was wir aus einem tragischen Tauchunfall auf den Malediven lernen können 🌊 Warum mentale Stärke genauso wichtig ist wie technische Ausbildung 💙 Wie du mit einfachen Maßnahmen deine Sicherheit beim Tauchen erhöhst

⏱️ Timestamps

00:00 – Intro & Rückblick auf die erste Folge 00:49 – Was passiert beim Tiefenrausch im Gehirn? 02:42 – Die ersten Warnsignale erkennen 04:27 – Können ganze Gruppen betroffen sein? 06:29 – Der Tauchunfall auf den Malediven 09:58 – Warum viele die Tiefengrenzen ignorieren 11:57 – Analyse des Unfalls aus psychologischer Sicht 13:47 – Warum Tauchpsychologie Leben retten kann 15:33 – Was tun, wenn Tiefenrausch einsetzt? 17:41 – Warum mentales Training so wichtig ist 19:01 – Abschluss & Ausblick auf die nächste Folge

🌊 Mehr über Dr. Harald Ege

🧠 Dr. Harald Ege Psychologe, Tauchlehrer & PADI-zertifizierter Tauchpsychologe

🌐 Website: www.mobbing-prima.it

Hinweis: Diese Website beschäftigt sich mit Mobbing, Psychologie und Konfliktberatung – Dr. Harald Eges langjährigem Fachgebiet als Psychologe.

🤿 Fragen zur Tauchpsychologie oder mentales Coaching für Taucher? Dann kontaktiere Dr. Harald Ege am besten direkt:

📧 E-Mail: harald.ege@hotmail.com 📱 Telefon: +39 349 3983076

🎧 Fazit

Tiefenrausch ist keine Seltenheit – und kein Zeichen mangelnder Erfahrung.

Gerade erfahrene Taucher können davon betroffen sein, weil Selbstüberschätzung, Gruppendynamik und Stress oft unbemerkt zusammenspielen.

Diese Folge zeigt eindrucksvoll: Sicherheit beginnt nicht erst bei der Ausrüstung, sondern im Kopf. Wer die psychologischen Hintergründe versteht, kann Risiken früh erkennen und unter Wasser bessere Entscheidungen treffen.

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zum Tauchtalk, der Podcast bei dem es rund ums tauchen geht.

00:00:05: Mein Name ist Karo ich bin wie immer dein Host und ich freue mich heute nochmal Harald Egeber uns im Podcast begrüßen zu dürfen.

00:00:12: falls ihr die erste Folge noch nicht angehört habt dann einmal zurückgehen erst die erste folge anhören.

00:00:17: da sprechen wir nämlich über Tauchpsychologie.

00:00:21: er isst nämlich Psychologe er ist Diving Instructor und vor allem ist er der einzig anerkannte Tauch-Psychologe von Paddy.

00:00:30: letzten Folge darüber gesprochen und heute sprechen wir über das Thema Tiefenrausch.

00:00:35: Und was da eigentlich ganz genau passiert, aber jetzt erstmal herzlich willkommen Harald!

00:00:39: Ich freue mich, dass du heute nochmal bei mir im Tauchtalk bist.

00:00:43: Ja, da freu ich mich auch.

00:00:43: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:45: Es ist klasse, dass man weitermachen, wo wir letztens noch aufgehört haben.

00:00:49: Genau.

00:00:49: Harald, ich würde einfach mal direkt mit der ersten Frage starten und zwar – Was passiert denn in dem Kopf eines Tauchers wenn der Tiefenausch beginnt?

00:01:00: Der Tiefenrausch wird oft als Stickstoffintoxikation vom Gehirn genannt.

00:01:09: Eigentlich ist es ein physiologisches Problem, der bei gewissen Tiefens steigende Stickstoffanteile im Blut an und da passiert.

00:01:21: in den Kopf des Tauchers Passieren den verschiedene Dinge.

00:01:26: Es passiert zum Beispiel eine Verlangsamung der Informationsverarbeitung, das heißt unsere Entscheidungen brauchen mehr Zeit es braucht länger Entscheidungen zu treffen.

00:01:35: Unsere Fehler häufen sich.

00:01:38: man hat Euphorie auf der einen Seite oder Gleichgültigkeit.

00:01:41: Das heißt unser Gehirn bewertet die Risiken nicht mehr korrekt.

00:01:47: Wir haben ein Tunnelblick.

00:01:49: Tunnel Blick heißt wir fixieren uns auf eine Handlung und die alles andere pläntern wir aus, was um uns rumgeht.

00:01:57: Wir haben einen Verlust der Selbstwahrnehmung das heißt ... Der Taucher bemerkt es oft gar nicht dass er beeinträchtigt ist.

00:02:05: Wir tauchen einfach weiter und bemerken es gar nicht, dass es langsam der Tiefenrausch unterwandert.

00:02:12: Und dann haben wir auch eine Störung der Feinmotorik, Ventile, Clips, Lamper.

00:02:19: Alles wird denn oft ungeschickt bedient, weil man einfach nicht mehr diese Fein-Motorik hat wie man sie hat wenn man nicht diesen Tiefenrausch hat.

00:02:30: Das heißt, der tiefen Rausch ist ein Zustand, der fühlt sich an als wäre man klar aber objektivischer.

00:02:36: tatsächlich eine massive kognitive Störung.

00:02:42: Welche, ich sag mal einfachen Warnzeichen sieht man?

00:02:46: Merkt man das ein Taucher nicht mehr klar denkt oder dass er vielleicht gerade diese verzögerte Wahrnehmung hat von der du grade gesprochen hast.

00:02:56: Also die ersten Frühjahrenzeichen sind unglaublich einfach manchmal.

00:03:03: Es sind zum Beispiel unlogische Entscheidungen.

00:03:06: statt umzukirren geht man tiefer.

00:03:08: Das ist eigentlich nicht logisch.

00:03:11: Das sind die ersten Anzeigen, wir haben verlangsamte Reaktionen.

00:03:16: Das sieht man zum Beispiel beim Druckausgleich, dass ihr erst später einsetzt oder der Lampenwechsel oder sowas.

00:03:22: Da setzt ein viel später alles ein und es geht alles langsamer.

00:03:25: Wir haben unpassende Emotionen

00:03:29: z.B.,

00:03:31: zu lachen unter Wasser oder seit sich übermütig oder total gleichgültig oder so was.

00:03:37: Also die Emotion war eigentlich gar nicht zur Situation passend.

00:03:39: Wir hatten eine Flusssterteam-Warnnehmung.

00:03:43: Der Party wird ignoriert.

00:03:45: gar nicht mehr am Party.

00:03:46: Wir schauen nur noch vorwärts, wir verlieren praktisch unseren Party praktisch.

00:03:51: Wir haben Fehler bei der Atmung.

00:03:53: Man atmet den oft zu schnell, zu flach und hektisch.

00:03:59: das Hechel atmen, tritten häufig auf.

00:04:02: Und wir vergessen Routinen!

00:04:05: Wir checken nichts mehr und schauen uns einen Filimeter nicht mehr an.

00:04:09: Wir schauen nicht mehr auf die Zeit, wir schauen nicht mal auf die Tiefe.

00:04:12: Viele Sachen, wo normalerweise Routine Handlungen sind, die vergessen man ganz einfach.

00:04:19: Das sind Zeichen, wo relativ leicht erkennbar sind aber unter Wasser werden sie oft nicht richtig interpretiert.

00:04:27: Wie ist es?

00:04:29: Kann, ich sag mal eine ganze Gruppe auch gleichzeitig falsche Entscheidungen treffen?

00:04:35: Ist das möglich?

00:04:38: Ja.

00:04:39: Das erinnert mich an den Unfall im Mai dieses Jahres auf dem Malediven.

00:04:44: also wir sagen dass Gruppen und Wasser sind psychologisch gekoppelt aneinander.

00:04:50: Das heißt wenn ein Taucher einen Tief herausgeräht dann passieren Folgende Dinge, also wir haben eine soziale Synchronisation.

00:05:00: Das heißt Menschen übernehmen oft das Verhalten von den anderen besonders unter Stress.

00:05:05: Wenn ich unter Stress bin, denke ich eigentlich einfach hinterm Anderen daher.

00:05:09: Das ist eine sogenannte soziale Synchronisation.

00:05:12: Wir haben einen Gruppendruck.

00:05:14: Niemand will der erste sein wo abbricht Ja?

00:05:16: Ich bin kein Feigling!

00:05:17: Ich möchte nicht als Feiglin darstellen, ich möchte nicht abbrechen.

00:05:20: Die andere machen das, die mache ich das eben auch.

00:05:23: Wir haben oft unterwassene Autoritätsgläubigkeit.

00:05:26: Das bedeutet, dass man im offenschen Tocher, wenn der weitermacht den Folgen alle.

00:05:32: Der hat am meisten Erfahrung und Tausende von Tochgänge.

00:05:35: Wenn er das macht, dann mache ich es auch.

00:05:37: Dem glaube ich, dass er das kann und so was.

00:05:39: Den ist schon sicher, wenn die das macht.

00:05:41: Wenn deren Tiefenrutsch hat, folgen dem alle anderen auch, weil sie es gar nicht mitbekommen.

00:05:47: Wir haben eine kollektive Risikoblindheit.

00:05:50: Eine kollektiv Risikoplindheit bedeutet, dass sich die Gruppe fühlt sich sicherer weil sie eine Gruppe sind und woher sie objektiv gefährdeter ist.

00:06:00: Die sind alle zusammengefährdert aber sie fühlen sich sicher weil sie in einer Gruppe sein.

00:06:04: Und am Schluss haben wir natürlich gemeinsame Stressatmung.

00:06:08: Die flache Atmen verstärkt den Tiefen aus bei allen gleichzeitig.

00:06:11: Alle beginnen flacher zu atmen alle zusammen an den Tiefen rausstanden.

00:06:17: Das heißt, das Ergebnis ist ein kollektiver Entscheidungsfeld auf einer ganzen Gruppe die sich wie ein Teamgeist anfühlt aber tatsächlich so einen Kuppentiefer raus.

00:06:29: Und dass es genauso auch auf den Malediven passiert?

00:06:34: Ja ich denke mal in Maledimen.

00:06:35: da sind verschiedene Faktoren zusammengekommen, aber Letzten sein.

00:06:38: das war's ein Problem vom Tiefenausch.

00:06:42: Die Höhle sollte wohl auf vierzehn-fünfzimeter Tiefe der Eingang legen und angeblich wollten sie nur... Schauen, wo die Höhle ist.

00:06:51: Dann hat wohl jemand entschieden, schauen wir in den ersten Raum rein, dann gehen wir da rein und dann sind sie, ah da ist noch ein Weitersloch, gehen wir noch tiefer rein und erst dann im zweiten Raum haben Sie es wahrscheinlich bemerkt, wir haben einen Fell gemacht, wir hätten gar nichts so tief reintauchen sollen und dann haben Sie allerdings schon relativ flach geatmet nämlich mal an, denn haben Sie keine klare Entscheidungsfinder mehr finden können und deswegen haben Sie ein falscher Ausgang wählt, sind eine dritte Höhlerin als ein Dritten Raum rein, statt in der Erste zurück und dann war es noch nicht zu spät.

00:07:23: Dann durch die flache Atzung ist der Tiefenrausstände sehr schnell vorangeschritten.

00:07:28: Sie haben sehr viel Luft verbraucht Es hat einfach nicht mehr gereicht.

00:07:31: Also es waren eineinanderkettung von mehreren Fellentscheidungen Die wir ganz sicher durch den Tiefenausch beeinflusst waren.

00:07:38: Als ich denke mal das ist der Hauptgrund war auch von diesem tragischen Unfall

00:07:43: Wie viele Taucher waren das?

00:07:45: Es waren fünf Taucher insgesamt und dann war noch ein sechster Taucher, der leider verstorben ist.

00:07:51: Ein maledivischer Rettungszaucher, den wir beim Suchen.

00:07:54: Aber das war ein anderes Problem.

00:07:55: Der ist zu schnell aufgestiegen, der hat eine Embollie gehabt und daran ist er wohl verstorbt.

00:08:00: Die anderen fünfter gegen waren italienische Taucher.

00:08:06: Vier hat man in der dritten Raum gefunden und einer hatte eine Doppelflasche, den hat man im ersten Raum gefunden.

00:08:12: Hat wohl dann, weil er genügend Luft gehabt hat, einen Ausgang gefunden aber dann hat auch sein Luftverbrauch gehabt und ist dann im Ersten Raum verstorben.

00:08:20: Man muss allerdings auch dazu sagen dass die Gruppe zwölf Liter Alufflaschen gehabt haben also auf dieser Tiefe so wenig Luft.

00:08:31: Sie haben keine... Höhlenstuhl gehabt, wo sie sich orientieren können.

00:08:36: Das war wirklich leichtsinnig!

00:08:38: Es ist ein Unfall, wo man ganz einfach vermeiden konnte.

00:08:43: aber da war denn die Neugier... Da waren viele Faktoren, die vor Bild getragen haben, dass dieser Unfall zustande kam leider.

00:08:56: Sie waren auch nicht präriert dazu und nie mit der zwölf Liter Flasche reintauchen sollen.

00:09:02: Da muss man noch etwas dazusagen.

00:09:05: Angeblich hätten die Tocher eine Erlaubnisgeld bei bis zu fünfzig Meter Tiefe.

00:09:10: Fünfzig Meter tiefe ist kein ... bedeutet nicht, dass man fünftig mit einer Höhle rein darf.

00:09:16: Fünftig Meter bedeutet die Entfernung zur Wasseroberfläche.

00:09:21: Das heißt wenn ich im freien Wasser bin, ist das natürlich die Tiefe weil die Wasserooberfläche über mir ist.

00:09:26: Aber wenn ich in eine Höhlle reingehe, dann entferne ich mich ja noch weiter von der Wasser Oberfläche.

00:09:32: Das heißt, wenn ich eine Fünfzig Meter Zulassung hätte... Ich weiß es nicht ob's wahr ist aber das habe ich eben gelesen dass die fünfzigmeter Zulassung gehabt hätten.

00:09:40: Den heißen sie sich da auf bei vierzig Meter Tiefe zehn Meter tief freien in der Höhle.

00:09:45: Ich darf mit dreizig Meter zwanzig Meter tief rein in den Höhlen.

00:09:48: Aber fünfzig Meter darf ich überhaupt nicht in der Hölle rein als sind sehr viele Entscheidungsfälle getroffen worden wo diese tragischen Unfallvorsacht haben.

00:09:57: Meinst du oder beziehungsweise warum glaubst du, dass viele Taucher diese dreißig Meter Grenze oft überschreiten obwohl sie wissen das es gefährlich ist?

00:10:07: Gerade weil dann die Neugier einfach so weckt.

00:10:10: Oder ja er hat das mit dem Tiefen raus zu tun.

00:10:13: Ja natürlich.

00:10:14: Dreißig Metern sagen wir mal pauschal.

00:10:15: Es gibt eigentlich vierzig Meter Grenzen können man sagen aber die ist natürlich jetzt nicht Lineare und mathematisch, wofür alle gleich sind.

00:10:25: Es sind sehr viele psychologische Faktoren, wo die reinspielen.

00:10:30: Die Tiefengrenzen liegt auch bei deiner mentalen Stärke, bei der Atmung.

00:10:35: wenn du tief und langsam atmst den tritt der Tiefen viel später natürlich ein als wenn einer flachatmet.

00:10:41: da kann es schon ab dreißig Meter die ersten Anzeige geben.

00:10:44: Warum überschreiten die Taucher das?

00:10:46: Obwohl sie wissen, dass es gefährlich ist.

00:10:48: Wie du richtig gesagt hast, ist eine Neugier, ist ein Abenteuer dran.

00:10:52: Ich möchte mal kurz schauen was da unten los ist.

00:10:54: Was gibt's da unten und so was?

00:10:56: Wir haben auch oft Kompetenzüberschreitungen.

00:11:01: Das erkennt man vor allem daran, dass viele Tauchenfälle von sehr erfahrenen Tauchern gemacht werden.

00:11:07: Die denken ich bin erfahren und kann das.

00:11:09: Ich habe es schon hundertmal gemacht da passiert mir nichts.

00:11:11: Das ist ganz einfache Kompetentüberscheidung.

00:11:16: Wir haben, wie wir schon vorhin gesagt haben, eine soziale Dynamik drin.

00:11:21: Die anderen gehen ja auch, die mache ich das auch.

00:11:23: Ich möchte kein Loser sein.

00:11:25: Das mache ich auch wenn es den anderen machen und dann haben wir diesen schlächenden Tiefen raus dass der Taucher selber das gar nicht bemerkt also bereits beeinträchtigt ist.

00:11:35: Also die Dresimetertiefe ist so ne kognitive Schwelle.

00:11:40: man weiß zwar das existiert aber der tiefe Rausch zeigt dafür nicht ernst nimmt.

00:11:46: Das ist eine schleichende Tiefe raus, man nimmt nicht ernst, man geht tiefer aus den Gründen wo ich vorher genannt habe und dann passiert es.

00:11:57: Was meinst du das gerade vielleicht auf dem Malettiven dieser Unfall der fünf Tauchern?

00:12:03: Warum des Geschehens dass alle wirklich diese falschen Entscheidungen getroffen sind oder getroffen haben besser gesagt?

00:12:16: Wie gesagt dann, wir sind eine psychologische Kuppelung in der Gruppe.

00:12:23: Und das ist die tödliche Kombination.

00:12:25: Das ist leider ein Lehrbuchbeispiel muss man leider sagen also bei fünfzig Meter Tiefe kann man erwarten dass es einen tiefer Rausch eintrifft.

00:12:35: Dann haben wir eine Höhle.

00:12:36: Da ist Stress da ist Dunkelheit da ist Enge.

00:12:39: Wir haben eine Gruppe da ist eine kollektive Fehlentscheidung.

00:12:42: einer hat beschlossen an den Folgen nehmen Stressatmen, das verstärkt vertiefen Räusch wie man gesagt haben.

00:12:49: Wir haben eine Überforderung wenn wir in der Hölle sind, weil wir haben auch Verluste zur Selbstkontrolle und können es gar nicht mehr kontrollieren.

00:12:56: Wir habe eine Autoritätsgläubigkeit.

00:12:58: alle folgen dem Lieder.

00:12:59: angeblich meine Professorin von Meeresbiologie bei dem Unfall dabei die über fünf tausend Tauchgänge gemacht hat.

00:13:07: Da glaubt natürlich jeder, die kannte es.

00:13:08: Die weiß was sie macht und so was Und jeder folgt ihr natürlich Den haben wir eine kognitive Entkupplung.

00:13:15: Kognitive Enkupplungs bedeutet dass niemand in der Gruppe hat die Gefahr erkannt.

00:13:20: Alles sind weitergegangen Niemand hat draußen gewartet oder sowas.

00:13:22: Nein alle sind da gefolgt Und am Schluss ist eine fehlende Selbstwarnähmung.

00:13:28: Keiner hat bemerkt Dass er beeinträchtigt war.

00:13:31: Ja alles sind weiter gegangen Und jemand hat bemehrt das eigentlich schon zu spät ist.

00:13:36: Das ist ein Ergebnis von einer kollektiver psychologischen Zusammenbruch, der typisch ist bei einem Unfall mit tiefen Rausch in den Gruppen.

00:13:46: Wahnsinn!

00:13:47: Das ist natürlich echt... das ist unfassbar schrecklich.

00:13:51: diese ganze Situation aber ja das ist wahrscheinlich wirklich die Verkettung unglücklicher Umstände und ja wahnsinn wirklich tragisch.

00:14:03: Warum ist Tauchpsychologie so wichtig?

00:14:05: Wenn man denkt, dass Tiefenrausch und Stress viele schwere Tauchunfälle wie jetzt gerade der auf den Malediven erst möglich machen.

00:14:15: Meine Tauch-Psychologie ist eigentlich die einzige Disziplin, das muss man sagen, die einzige disziplin die erklärt warum Menschen unter Wasser anders denken.

00:14:25: Es ist nur noch Taubpsychologie.

00:14:28: Die Taubbsychologie erklärt, warum Gruppen gemeinsame Fehler machen.

00:14:32: Deswegen ist eine ganze Gruppe in den Malediven vorunglückt.

00:14:37: Taubbpsychologie erklärt Warum Warnzeichen ignoriert werden?

00:14:42: Warum wird tiefer raus nicht bemerkt?

00:14:48: Warum verändert Stress die Atmung?

00:14:51: Warum versagt plötzlich die Routine, wo man hundertmal das Gleiche gemacht hat?

00:14:56: Und warum selbst erfahrene Taucher tödliche Unfälle machen.

00:15:01: In der Technik und Ausbildung in der Ausrichtung verhindern die Unfälle nicht wenn der Kopf nicht funktioniert.

00:15:10: Man muss immer Und das ziehe ich als Lehre von einem allediven Unfall.

00:15:15: Es ist nicht die Tiefe, die tötet sondern sind die psychologischen Fehlfunktionen, die die Tieffe auslöst.

00:15:22: Deswegen ist die Taufpsychologie nicht der Zusatzwisser, sondern Sicherheitsfaktor, der genauso wichtig ist wie Luft, Druck und Ausrüstung.

00:15:32: Wenn ich jetzt vielleicht wirklich schon sehr tief bin und ich merke, vielleicht nicht mal bei mir selbst aber vielleicht bei meinem Buddy das er schon in Richtung Tiefenrausch sich bewegt.

00:15:43: Was kann ich denn dann machen?

00:15:47: Also wenn einen tiefen Rausch einsetzen, ich selber habe den nicht oder ich denke das er nicht hat und bemerkte es dann reicht's oft der paar Meter wieder höher zu taugen.

00:15:57: Ich ziehe ihn einfach hoch.

00:15:58: ja fünf Meter, zehn Meter hoch, denn ist der Tiefener Rausch auch wieder weg?

00:16:03: also das ist ja nur während er in dieser Tiefe bleibt ist er der diesen erhöhten Stiegstoffanteil ausgesetzt.

00:16:09: Wenn er wieder höher geht, den ist er auch wieder Weg.

00:16:11: als wenn der Badi zum Beispiel auf vierzig Meter die Anzeichen informativen rausschaut, denke ich einfach auf dreißig Meter hoch.

00:16:19: Dem wird es auch wieder weggehen.

00:16:21: Also das ist jetzt nicht so schlimm wie... Meine Panikattacke in einem Paniktagteil ist wirklich schlimm.

00:16:26: Da können wir zum Beispiel eine Embolie haben, indem wir zu schnell aufsteigen und den Sicherheitsstopp vergessen, indem man einfach einer nach Luft greift und versucht an die Oberfläche zu gehen nur um frei zu atmen.

00:16:36: Das passiert bei der Panik Attacke.

00:16:39: Bei einem tiefen Rausch ist es nicht so dramatisch solange einer klar denkt und den anderen wieder hoch hilft.

00:16:46: Man hat zum Beispiel am Elfinstone-Riff in Ägypten, zum Beispiel gibt es einen Borgern bei den Sechzig-Meditiven.

00:16:56: Und da gibt es sehr viele Taucher, die meinen, da müssen sie durchtauchen und da kam dann auch sehr viel Unfälle zustande.

00:17:03: Also ich war da schon oft beim Elfinstown Riff aber ich habe nie ... irgendwie die Notwendigkeit verspürt, dass ich da durchtauchen muss.

00:17:13: Sechzig Meter ist einfach sehr tief und da muss sich nicht durch sein.

00:17:17: Dann schaue ich mir bei vierzig Meter Tiefe den Arm von oben und das ist auch gut so.

00:17:23: Und da überschätzen sich viele Menschen auch.

00:17:25: Also wie gesagt wenn du ein Buddy hast wo du bemerkst der hat die ersten Anzeichen, wenn wir vorher gesagt haben vom Tiefen raus, einfach bisschen höher gehen.

00:17:35: Nimm ihn mit hoch mit der Höhe und du wirst sein, als normalisiert sich die Situation.

00:17:41: Ja absolut!

00:17:43: Gibt es zum Ende der Folge noch irgendetwas was du unseren Zuhörern mitgeben möchtest?

00:17:51: Ja, ich empfehle natürlich jeden der Zuhörer sich mental vorzubereiten.

00:17:58: Das was wir in der ersten Folge bereits gesagt haben in einer klassischen Tauchausbildung sind die ganzen psychologischen Faktoren werden ausgeblendet und sie können ja auch gar nicht überall berücksichtigt werden weil wir müssen ja auch die Ausbildung von einem klassischen tauchlehrer vorstellen und von einem Psychologen.

00:18:13: das ist eine ganz andere Wege.

00:18:16: deswegen empfehlte ich da jeden zuerst mal informieren, sich ausbilden zu lassen.

00:18:21: Weil mit Tauchpsychologie macht tauchen mehr Spaß weil du kannst länger tauchen.

00:18:27: Du bist sicherer, du verbaust weniger Luft, du bist ruhiger und das ist das Ziel eigentlich unser zielischer Tauchen sicherer zu gestalten.

00:18:37: ich gebe zu bedenken dass drei von vier Tauchunfällen durch menschliches Verstagen entstehen das heißt nicht technische Fehler oder Tiere wo uns angreifen so was ein menschliches Verstragen.

00:18:49: meisten davon haben psychologische Ursachen.

00:18:52: Man kann Tauchenfälle relativ einfach vermeiden, indem man ein paar prinzipielle Regeln folgt und sich mental

00:18:59: vorbereitet.".

00:19:02: Ja absolut!

00:19:04: Harald, danke für diese tolle Folge, für die informative Folge.

00:19:09: Ich glaube wir konnten ganz viel mitgeben heute an unsere Zuhörer und falls ihr da draußen jetzt diese Folge hört und sagt Mensch... Ich habe so viele Fragen an unseren Tauchpsychologen Harald.

00:19:21: Dann könnt ihr jetzt mal die Kommentarfunktion wählen und hier einfach mal eure Fragen reinschreiben, weil ich denke dass ich den Harald bestimmt noch einmal dazu bekomme wenn ich ganz lieb frage zu uns in den Tauchtalk zu kommen.

00:19:33: und dann könnt ihr nämlich mit ganz viel Glück eure Frage hier beantwortet bekommen.

00:19:39: und ich denke Harald das kriegen wir hin oder?

00:19:42: Dass du nochmal zu uns kommst.

00:19:44: Natürlich!

00:19:45: Mach' ich gerne

00:19:46: Sehr schön.

00:19:48: Und falls ihr mehr vom Harald erfahren möchtet, dann haben wir es wie immer für euch ganz einfach gemacht und zwar hier in den Show Notes.

00:19:54: Es ist natürlich alle seine Links verlinkt, dann seid ihr mit einem Klick direkt bei ihm und könnt auch so gerne mit ihm in Kontakt treten!

00:20:01: Und falls dir diese Folge gerade auf YouTube streamt, natürlich wie immer hier genau das gleiche... Hier in den show notes ist alles verlinked, ihr seid mit einem klicken bei ihm für dein ganzes Knowledge.

00:20:17: Und ich freue mich auf die Fragen von unserer Community und dass du ganz bald wieder bei uns im Tochtalk bist!

00:20:23: Ja, ich bedanke mich auch für die Möglichkeit, dass wir über solche sicherheitsrelevanten Fragen reden durften und vielen Dank für diese Einladung.

00:20:31: Ich wünsche allen Gutes Tauchen und vor allem sicheres Tauchen.

00:20:34: Vielen Dank.

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