1 - 121: Seatrekking: Das ultimative Abenteuer zwischen Land und Wasser

Shownotes

Was passiert, wenn Wandern, Schnorcheln, Freediving und echtes Outdoor-Abenteuer aufeinandertreffen?

Die Antwort: Seatrekking. Eine außergewöhnliche Art zu reisen, bei der du dich entlang von Küsten und Seen über Land und durch das Wasser bewegst – mit allem, was du brauchst, in einem wasserdichten Rucksack hinter dir.

In dieser Episode des TauchTalk Podcasts spricht Carolin Staab mit Nik Linder, Apnoetauchlehrer und erfahrener Seatrekker, darüber, was Seatrekking eigentlich ist und warum diese besondere Form des Reisens ein unglaubliches Gefühl von Freiheit vermitteln kann.

Nik erklärt, wie ein typischer mehrtägiger Trail abläuft, was in den Rucksack gehört, wo geschlafen wird und wie man sich auf mehrere Tage fernab vom klassischen Alltag vorbereitet. Dabei geht es nicht um Höchstleistungen, sondern vielmehr um Reduktion, Natur und darum, Orte zu entdecken, die weder vom Boot noch vom Land aus auf die gleiche Weise erreichbar wären.

Außerdem sprechen die beiden über Sicherheit, körperliche Voraussetzungen und Niks außergewöhnliche Umrundung des Bodensees – und darüber, warum manchmal gerade das Weglassen von Komfort, Smartphone und ständiger Ablenkung zu einem ganz besonderen Gefühl von Zufriedenheit führt.

📌 Shownotes

In dieser Episode sprechen wir über:

🌊 Was Seatrekking überhaupt ist und wie es funktioniert

🎒 Was sich im wasserdichten Seatrekking-Rucksack befindet

🤿 Wie Schnorcheln, Freediving und Wandern miteinander kombiniert werden

🏕️ Wo man bei mehrtägigen Trails schläft und warum meist kein Zelt dabei ist

🥾 Welche Ausrüstung du für dein erstes Seatrekking-Abenteuer brauchst

💧 Warum Wasser und Verpflegung die Länge eines Trails begrenzen können

💪 Wie fit du für einen mehrtägigen Trail wirklich sein musst

🆘 Welche Sicherheitsmaßnahmen bei abgelegenen Touren wichtig sind

🏊 Niks außergewöhnliche 20-tägige Umrundung des Bodensees

🧘 Warum Seatrekking zu Entschleunigung, Freiheit und einer ganz besonderen Verbindung zur Natur führen kann

⏱️ Timestamps

00:00 – Intro & Vorstellung von Nik Linder 00:44 – Was ist Seatrekking überhaupt? 03:22 – Wandern und Tauchen miteinander verbinden 04:42 – Wie ist Seatrekking entstanden? 07:51 – Wie läuft ein typischer Seatrekking-Tag ab? 08:32 – Leave No Trace, Essen & minimalistisches Equipment 10:58 – Schlafen unter freiem Himmel statt im Zelt 12:08 – Ein kompletter Tag beim Seatrekking 14:43 – Wie viele Tage dauert ein typischer Trail? 17:20 – Seatrekking mit Hotel statt Outdoor-Übernachtung 18:51 – Welche Ausrüstung braucht man? 20:38 – Schlafsack, Isomatte, Kleidung & Co. 22:43 – Das „Flugblei“ und kreatives Seatrekking-Equipment 24:53 – Wie fit muss man für Seatrekking sein? 25:10 – Niks 20-tägige Umrundung des Bodensees 26:52 – Wie gefährlich ist Seatrekking? 27:08 – Notfallplanung, Rettung & Sicherheit 30:55 – Was erlebt man beim Seatrekking, das normales Tauchen nicht bietet? 31:38 – Niks außergewöhnlichste Seatrekking-Erlebnisse 33:47 – Warum 20 Tage im Wasser den Kopf verändern 35:00 – „Ozeanische Selbstentgrenzung“ – Eins werden mit dem Wasser 36:49 – Digital Detox & Reconnecting mit der Natur 39:15 – Wie kannst du Seatrekking selbst ausprobieren? 40:49 – Kontakt zu Nik & Verabschiedung

🌊 Mehr über Nik Linder

🤿 Nik Linder

Apnoetauchlehrer, Freediver und Seatrekker. Nik beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Freediving und Seatrekking und bietet unterschiedliche Trails und Kurse an – vom eintägigen Einstieg bis hin zu mehrtägigen Abenteuern beispielsweise am Bodensee oder in Kroatien.

🌐 Website: 👉 niklinder.com

Dort findest du aktuelle Seatrekking-Trails, Open-Water-Swim-Kurse, Informationen zur benötigten Ausrüstung und Möglichkeiten, selbst einmal ins Seatrekking hineinzuschnuppern.

Links zu Nik Linder: 👉 Patreon von Nik Linder

🎧 Fazit

Seatrekking ist mehr als nur Schnorcheln, Freediving oder Wandern. Es ist eine völlig andere Art, sich durch die Natur zu bewegen.

Du reduzierst dein Gepäck auf das Wesentliche, lässt den Alltag hinter dir und erlebst eine Landschaft gleichzeitig über und unter Wasser. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Im Gegenteil: Je langsamer du wirst, desto mehr beginnt das eigentliche Erlebnis.

Und vielleicht ist genau das die größte Erkenntnis aus dieser Folge: Man braucht manchmal erstaunlich wenig, um sich vollkommen frei und zufrieden zu fühlen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Die heutige Folge wird präsentiert von Suunto, bekannt für hochwertige Tauchcomputer und zuverlässige Präzisionsgeräte für dein Unterwasserabenteuer.

00:00:29: schon, Nick hilft mir bestimmten Jahr her sein oder?

00:00:34: Ja also ich glaub so ein ja kommt tatsächlich hin.

00:00:37: Also freut mich trotzdem dass du mich wieder einlässt Karo und hallo an dich und an den Rest!

00:00:44: Ich freue mich erstmal wirklich riesig das du mit dabei bist Und dass wir heute über ein ganz bestimmtes, ein besonderes Thema sprechen.

00:00:51: Und zwar haben der Nick und ich uns natürlich im Vorfeld so ein bisschen unterhalten... ...und dann kam das Thema Seatracking auf!

00:00:57: Und ich als Bloody Beginner habe natürlich auch mal wieder von nichts gehört.... ...und hatte immer wieder keine Ahnung.

00:01:02: Und da dachte ich mir, es ist doch ein super Thema, Nick.

00:01:05: Darüber müssen wir unbedingt einen Podcast drehen.. ..und deswegen sitzen wir heute und sprechen ein bisschen über Seattracking.

00:01:11: Und jetzt natürlich erstmal für unsere Zuhörer dieses vielleicht auch noch nicht kennen, Nick,... Was ist das überhaupt und was macht man da?

00:01:20: Seed Shacking ist letztlich so die Art des Reisens an Land und im Wasser.

00:01:26: Das heißt beim Seed-Shacking hat man einen wasserdichten Rucksack, und da ist letztendlich alles drin, was ich für eine gewisse Zeit in der Natur brauche.

00:01:37: Also ich habe da meinen Kochzeugs drin, meine Klamotten drin, Essen trinken Ich habe auch mein Tauchzeug drin, meistens so Abnull-Tauchzeug.

00:01:48: Das heißt ich hab einen Anzug, Flossenmaske, Schnorchel und sobald ich dann mit meiner Tasche ans Wasser komme hol' ich meinen Tauchzeug rein raus pack meine Klamotten die ich jetzt anhatte rein Und Schnorchl dann eigentlich loskern.

00:02:03: das Ganze ist diese wasserdichte Tasche d.h.

00:02:06: da ist ein Ventil dran, die kann ich aufblasen.

00:02:08: Die funktioniert dann quasi als Behälter aber auch als Surface Marker falls jetzt irgendwo ein Boot käme oder so was, dass man das sieht ist noch eine Fahne drauf und dann habe ich noch eine flexible Leash.

00:02:21: Und da ziehe ich diese Tasche hinter mir her und dann tue ich quasi die Küstenlinie entlang.

00:02:27: Schnorcheln, Freediven, Flowdiving gibt es da noch und hab dadurch halt schon so ne Kombination aus einem, ja aus nem dreihundertsechzig Grad Erlebnis wo du einfach siehst hey wie setzt sich Diese Küstenlinie unter Wasser fort, das heißt du siehst immer so ein bisschen aus der Froschperspektive.

00:02:49: Sie ist überwasser Unterwasser.

00:02:52: Hast natürlich auch also dieses Thema Reduktion, dass wir ja beim Abnulltauchen sowieso haben wird da nochmal auf eine Spitze getrieben weil Du halt wirklich nur das allerall nötigste mitnehmen kannst und so bereichst Du dann eigentlich ne Umgebung die Du weder so mit dem Boot noch von Land aus sehen kannst.

00:03:13: und das ist tatsächlich also unglaublich faszinierend, unglaublich schön.

00:03:18: Und ein Gefühl von Freiheit was sich sehr schnell einstellt.

00:03:23: Ich finde es so spannend!

00:03:24: Das bedeutet ich bin eigentlich kann man wie sagen am Wandern ja und komme dann ans Wasser und dann setze ich mein Track fort sozusagen aber halt unter Wasser und gehe dann vielleicht auf eine Insel die man normalerweise sonst eben nicht so gut oder so schnell bereisen könnte und ziehe Aber über Wasser meinen Rucksack hinter mir her, richtig?

00:03:46: Habe ich das richtig verstanden?

00:03:48: Ja genau.

00:03:49: Und dieser Rucksacks ist mit so einer flexiblen Leash... also ich glaube es hat acht Meter diese Leash und die ist quasi aus Gummi.

00:03:58: und das Spannende ist, die hast du am Bein befestigt und hast aber nicht so sehr das Gefühl dass du jetzt da irgendwie zwölf Kilo hinten dranhängen hast, sondern das verteilt sich.

00:04:11: Also du musst manchmal dich umdrehen und schauen ist die Tasche überhaupt noch da ja?

00:04:15: Und wenn Du jetzt abtauchst zum Beispiel dann bremst Dich diese Liege so im bereich fünfzehn Meter so langsam ab.

00:04:26: Das heißt dann merkst du okay Jetzt bin ich so am Ende dieser dieser liege angekommen Und ja, und das reicht aber auch völlig aus.

00:04:37: Also man ist da viel so im Null bis Zehn Meter Bereich unterwegs.

00:04:42: Erzähl mal wie kommt man auf sowas?

00:04:43: Wer hat sowas erfunden?

00:04:45: Wie ist es entstanden?

00:04:47: Weil man muss ja schon was verrückt sein um sowas zu machen, was ich ja gut finde!

00:04:51: Ja also ich bin nicht der Erfinder des Ganzen.

00:04:54: Das muss man sagen.

00:04:55: Ich habe das aber mal... Ich hatte früher einen Tauchladen in Freiburg, Tauchcenter Freiburt.

00:05:02: Da hab' ich morgens Spiegel online angeschaut und dann war ein bericht über dieses see tracking drin.

00:05:09: Und dann bin ich habe alle zusammengerufen tauch send ist ein recht großer großer laden, kam alle zusammen und ich hab gesagt guck mal was der bernhardt hieße ja was der benhard hier gemacht hat er hat es hier der bereist so mit dieser tasche.

00:05:26: und Und dann habe ich schon gemerkt, dass diese Faszination die mich begeistert hat.

00:05:32: Jetzt zum Beispiel in meinem Tauch-Sender wo ja eigentlich alle Wassersport begeisterte waren.

00:05:37: Alle irgendwie tauchtlehrer alle in dieser Branche da unterwegs sind Und so richtig geil fand es aber keiner.

00:05:44: Das heißt, die einen haben gesagt, dann musst du ja draußen aufs Klo gehen und der andere hat gesagt, aber wenn du ein Kanu hättest, dann kannst du noch einen Kaschen Bier mitnehmen und so.

00:05:55: Darum geht's doch gar nicht!

00:05:56: Aber es hat wirklich nicht so viel auf Anhieb diese Begeisterung geteilt Und ich aber fand es richtig cool und war völlig Feuer und Flammen, habe versucht mit diesen Jungs von ATEM in Kontakt zu kommen.

00:06:16: Der Erfinder ist Bernhard Wache und der ist einerseits mittlerweile Künstler andererseits hat er quasi diesen Sport irgendwo erfunden, der sich halt so auch vom Open Water Swimming doch nochmal unterscheidet.

00:06:33: Und irgendwann habe ich die dann in München heimgesucht und hab gesagt, ich will da unbedingt mitmachen.

00:06:39: Das war auch ganz gut weil die nicht so viel... Die haben zwar viel aus dem Freediving übernommen aber hatten niemand der ihnen jetzt erklärt wie das Freedaving funktioniert.

00:06:48: Und ja, und glaubst, im Jahr ist es im Jahr oder sowas war das, habe ich sie kennengelernt und seitdem mache ich mir den Bernhard Trails wieder Ende September, also wir schauen das mal auch wenn wir beide recht busy sind.

00:07:01: Einmal im Jahr ist so ein Trail miteinander anbieten und der hat es erfunden.

00:07:06: Der hat angefangen mit so ein paar Ortliebtaschen zusammenzukleben.

00:07:10: dann hat er mit einer Firma zusammen gearbeitet die unter seinen Skizzen quasi diese Taschen gebaut haben Und am Anfang waren die Taschen recht teuer.

00:07:21: Da haben sie um die tausend Euro gekostet.

00:07:23: Dann hat es erwartungsgemäß nicht so eingeschlagen Weil die Leute einfach gesagt haben, tausend Euro für eine Tasche.

00:07:30: Die schwimmt ist mir jetzt ein bisschen viel.

00:07:32: Mittlerweile gibt es die Taschen aber für rund um zweihundert Euro.

00:07:36: und ja und jetzt läuft das Ganze so ein bisschen an.

00:07:40: Aber man muss auch sagen, der ganz große Hype ist es eigentlich nie geworden.

00:07:49: was aber nicht Schlimmes!

00:07:51: Ich finde es natürlich auch super spannend weil da musst du wirklich.

00:07:56: Also ich sag mir so das andersrum.

00:07:57: Das ist ja richtig für Outdoor-Adventure, ne?

00:08:00: Also das ist ja wirklich für Leute die dann sagen geil... Ich möchte ein paar Tage vielleicht sogar auch in der Natur verbringen.

00:08:08: Ich habe kein Problem nur mit draußen aufs Klo zu gehen.

00:08:11: Ich hab kein Problem damit draußen zu schlafen.

00:08:15: Apropos Schlafen, wo schläft man denn?

00:08:17: Also vielleicht magst du mal einen typischen Seatrackingtrip von A bis Z erklären, wie fängt man an?

00:08:24: Wo pennt man?

00:08:26: Wie wacht man auf?

00:08:27: Wo ist man was?

00:08:28: Hat man etwas dabei?

00:08:29: Sammelt man sich was?

00:08:30: Keine Ahnung.

00:08:32: Ja also morgens fangen wir an irgendwie eine Wildsau zu schnappen und zu vergessen.

00:08:37: Nein!

00:08:39: Man hat tatsächlich... Also der Bernhard hat früher so diesen Begriff.

00:08:45: ich glaube den hat er denn diesen Begriff leave no trace hat er nicht erfunden ist wahrscheinlich eben im Natursport gang und gäbe, dass man einfach sagt okay geht irgendwo hin.

00:08:56: Man hinterlässt keine Spuren.

00:08:57: Man sollte eigentlich gar nicht merken das jemand da war.

00:09:00: insofern machen wir also Bernhardt und ich es gibt sicherlich Leute die das anders machen aber auch kein Spielfishing.

00:09:08: Ich meine ich bin ohnehin Vegetarier ja so wird Bach zwar für mich keinen Sinn.

00:09:14: man nimmt letztlich Fiegel Essen mit, was ein relativ kleines Packmas hat.

00:09:21: Also Packmas ist immer ein ganz großes Thema.

00:09:23: Das heißt als ich das erste Mal mit denen auf Trail war und ich habe eigentlich meine gute Outdoor Schlafsäcke usw.

00:09:33: aus den Neunzigern mitgebracht haben die mich erst mal ausgelacht, haben es aussortiert und haben mir danach so winzig kleine Sachen gegeben, die aber alle super gut waren nicht unbedingt richtig ultraleit.

00:09:45: Da gibt es ja auch so eine Bewegung, weil Ultraleit manchmal nicht ganz so robust ist.

00:09:50: also wir brauchen so eine Kombination aus zweckmäßigem Equipment des Robustes aber ein sehr kleines Pack-Mass hat und genauso ist das mit dem Essen.

00:09:59: Wir haben meistens Sachen dabei die eben ein kleines pack maß aber viel Kalorien haben.

00:10:05: Manchmal nehmen wir einfach so Outdoor Nahrung mit, die man mit heißem Wasser aufgeht.

00:10:13: Das machen wir meistens wenn wir mit Leuten unterwegs sind, dass wir sagen kommt dann weiß jeder das genug Kalorien zu sich genommen hat aber nicht immer weil manchmal hast du auch Bock auf was anderes und dann ist auch ein Teil des Erlebnises, dass du dann abends alles schön zusammen schnippelst.

00:10:29: ja also wenn mir jetzt zum Beispiel so oft trail gehen Dann fängt man meistens morgens an ich mache sein so eine halbe stunde Atem Yoga Weil das Schöne ist halt auch, dass wir an so unglaublichen Plätzen meistens komplett alleine sind.

00:10:43: Wo dann eine kleine Bucht hast da ist nichts.

00:10:46: Wir machen das gerne in Kroatien und ja und dann wirst du morgens meistens recht früh wach weil die Sonne dann auf dich strahlt, weil du hast tatsächlich kein Zelt dabei.

00:10:59: also du schläfst auf deiner Matte Biwak überziehe, über den Schlafsack.

00:11:08: Das falls es regnet oder falls es taut damit du nicht nass wirst.

00:11:13: wir haben noch so ein Tarp dabei das kannst Du abspannen also eine Art Folie die spannst Du ab gegen Sonne und gegen Regen.

00:11:22: der Grund warum man kein Zelt hat ist einerseits Die Menge des Packmaß ja dass du weniger Zeugs dabei hast und zum anderen auch das jetzt Wildkämpfen gar nicht so gerne gesehen wird überall.

00:11:37: Und das heißt du darfst eigentlich nirgends, fast nirgendes aus.

00:11:41: ich glaube in Skandinavien da gibt es so dieses jedermannsrecht.

00:11:44: aber sonst kannst du jetzt nicht irgendwo dein Zelt in der Natur aufbauen.

00:11:48: was du aber machen darfst und was oftmals geduldet ist bivakieren.

00:11:53: dann kannst du auch sagen so hey ich wollte eigentlich Irgendwo hin, aber ich habe es nicht geschafft.

00:11:57: Deswegen hatte ich jetzt hier ein Notfall-Biwak und das kannst du natürlich nicht haben wenn du irgendwie entzelt aufbaust und irgendwie deine Kamentschuhe auskackst.

00:12:09: Also du wachst morgens auf, hast im Idealfall wunderbar geschlafen weil du so unter dem Sternenhimmel eingeschlafen bist.

00:12:20: Dein Atem-Yoga, dann machst du dein Frühstück.

00:12:22: Dann beginnst bald auch das.

00:12:24: Du wieder zusammenpackst alles wieder in die Tasche rein was du so über die ganze Bucht vielleicht in der Nacht verteilt hast.

00:12:31: und dann schwimmst du los und find gerade so dieses Losschwimmen ganz spannend weil am Anfang bespricht man auch ein bisschen diese Tour.

00:12:40: also mal schaut wo wollen wir hin?

00:12:43: Was ist so das Ziel des Tages?

00:12:46: Man überprüft natürlich Klar, wie sieht es aus mit dem Wetter?

00:12:50: Wie sieht's aus mit den Wind?

00:12:51: Haben wir auflandigen und ablandigen Wind?

00:12:53: Müssen wir vielleicht die Seite der Insel wechseln weil jetzt ein ungünstiger Wind kommt oder so.

00:13:00: Das heißt kann sein dass man dann doch wieder über Land geht.

00:13:04: Wir versuchen immer viel im Wasser zu machen weil das einfach alles viel entspannter ist Weil du das Gewicht der Tasche nicht so schwer fällt dort.

00:13:13: Dann gehst du los merkst du eigentlich relativ schnell, am Anfang gehen alle immer relativ zügig los.

00:13:20: Weil sie einfach sagen so okay wir haben unseren Startpunkt und einen Endpunkt das Ziel ist der Endpunkt wir gehen los.

00:13:27: Und aber nach einer Stunde merkst Du wenn ich jetzt weiterhin Gas gebe dann bin ich da irgendwie um zwölf an meinem Endpunkt.

00:13:35: und was mache ich denn den ganzen Tag?

00:13:36: Ich habe nichts dabei.

00:13:37: Ich hab nix zum Ablenken dabei also viele Dinge die du sonst im Alltag irgendwie immer denkst du brauchst die jetzt unbedingt, die hast Du dort halt nicht.

00:13:48: Und du merkst aber auch gleichzeitig sobald du dann mal diesen Gang rausnimmst wie schnell sich eigentlich so dieses Gefühl von Freiheit einstellt wo du merkest okay jetzt kann ich es ein bisschen langsam angehen, jetzt kann Ich mal ein bisschen runter tauchen wir Sachen anschauen mich vielleicht einfach auch Mal so ein bisschen treiben lassen mal rausgehen eine kleine Pause machen oder mir was angucken und Ja, das ist toll.

00:14:12: Also es stellt sich sehr schnell so ein Gefühl von Freiheit ein und dann kommst du irgendwann an!

00:14:17: Und dann schaut man wo man eine Lage aufbaut.

00:14:20: je nachdem baut man eben noch einen Tarp auf wenn man jetzt vielleicht erwartet dass es unter Umständen regnen könnte oder wenn die Sonne zu stark scheint und dann fängst du langsam an zu kochen und irgendwann gehst du relativ früh mit der Sonne auch wieder ins Bett So weiter.

00:14:43: Und es geht dann über mehrere Tage oder zwei Tage nur?

00:14:46: Oder einen Tag und am nächsten Tag wieder zurück, oder wie ist das?

00:14:52: Ja sehr unterschiedlich.

00:14:54: also ich biete da auch unterschiedliche Touren an.

00:14:59: Also toll ist es wenn du so drei Übernachtungen hast.

00:15:04: Drei vier ist auch gut.

00:15:06: und dann wird's auch langsam je nach Region ein bisschen eng manchmal mit dem Wasser.

00:15:11: Weil gerade so ein Thema, du brauchst da ja mindestens zwei Liter am Tag für Zähneputzen, für Trinken, für Kochen also auch da bist du recht spaßam.

00:15:24: aber ein bisschen was brauchst du.

00:15:26: und manchmal gibt es eben keine Sisterne oder irgendwelche Wasserstellen wo du das Wasser des dort, der Süßwasser des dort entsteht zum Beispiel mit irgendwelchen Tabletten trinkbar machen kannst.

00:15:39: Und dann wird es mit der Menge an Wasser, die du dabei hast, irgendwann auch ein bisschen eng.

00:15:48: Wir hatten zwar schon mal etwas zu tun gemacht und da waren wir länger unterwegs.

00:15:50: Da hat man noch so eine Seewasseraufbereitungspumpe dabei aber auch das ist super mühsam.

00:15:58: Meistens begrenzt das Ganze.

00:16:02: Mit vier Tagen bist du eigentlich ganz gut dabei.

00:16:06: Kannst aber auch nur zwei oder drei machen, das ist eigentlich jedem selber überlassen und genau.

00:16:12: Aber es ist auch so dass da viele natürlich die jetzt vielleicht nicht so outdoor begeistert sind oder vielleicht noch gar nicht so keine Ahnung so viel in der Natur draußen sind dass den das auch am Anfang ein bisschen too much ist, dass die sich gar nicht anmelden.

00:16:30: Weil sie sagen so es klingt ja alles gut und schön aber ich muss da draußen aufs Klo gehen.

00:16:34: was ist wenn irgendwas ist?

00:16:37: Und dann hatte ich glaube vor drei Jahren hat ich mal einen Anruf von einem Sportbegeisterten der ein Artikel davon in den Tauchen gesehen hat Und dann gesagt hat Nick, wir wollen da mitmachen unser Tauchverein.

00:16:54: Es waren alles so ein bisschen ältere Semester, über sechzig, alles Rentner.

00:16:58: und die haben gesagt das wollen wir machen aber so draußen übernachten und das wollen man Bootseemann machen.

00:17:03: Das ist nicht so nah den kennen wir.

00:17:06: Da kann man alles aus der Stuttgart ergegen Und dann wollten die lieber ins Schwäbische mehr.

00:17:12: Dann hat er gesagt, aber so draußen übernachten oder auf dem Campingplatz das wollen wir nicht sondern schön in das Hotel oder in die Pension abends schön essen gehen.

00:17:20: Ich sagte ja können wir auch machen und seitdem machen wird es einmal im Jahr und das kommt auch super gut an.

00:17:25: also ich habe dann auch gemerkt muss jetzt auch nicht immer nur draußen im Wald übernachten sondern so abends gemütlich noch was essen und dann ins Hotel gehen.

00:17:35: Der ganze Tag dann irgendwie schwimmen, schnorcheln ist eigentlich auch schön.

00:17:39: Und ich habe das gemacht.

00:17:41: Ich mache das gerne am Bodensee auf der Müritzsee schon mal zusammen mit einem Hausboot gemacht wo wir quasi immer mit dem Hausboots weitergefahren sind wieder ein Tag geschnorchelt dann wieder mit dem Houseboot weiter.

00:17:56: oder am Stechlinseee haben wir das schon gemacht so Brandenburger Seenplatte Da unterscheiden sich so ein bisschen der Bernhard und ich.

00:18:04: Bernhard, eben der Erfinder vom Sea Tracking, der mag kein kaltes Wasser und findet es auch wichtig dass man wirklich sehr viel Sicht hat.

00:18:13: deswegen wenn ich mit einem Bernhard unterwegs bin dann machen wir das meistens so ja Italien haben was ein paar mal gemacht meistens aber in Kroatien.

00:18:23: Aber ich denke halt einfach so dieses diese Idee lief nur Trace und da musste aber immer irgendwo keine Ahnung Irgendwo hinfliegen, um da was zu machen.

00:18:35: Das fand ich nicht so gut und deswegen habe ich gedacht, nee das Abenteuer muss manchmal auch vor der Haustür beginnen.

00:18:39: D.h.,

00:18:40: es gibt Möglichkeiten da mal reinzuschnubbern und mal zu schauen wie ist das wenn ich mal so ein Tag draußen bin?

00:18:46: Und dann fällt's einem leichter auch mal zu sagen ja jetzt gehe ich mal mit nach Kroatien.

00:18:51: Ich finde es voll schön dass es eben auch für jede Personengruppe, Altersgruppen oder wie auch immer dann auch so verschiedene Möglichkeiten gibt um sowas eben mal auszuprobieren.

00:19:03: Wie du jetzt gerade gesagt hast mit den, ich sag mal mit den Senioren... Ja!

00:19:09: ...wie du so schön formuliert hast die dann gesagt haben so oh ja wir finden das super wir wollen es ausprobieren aber wir würden dann schon gerne irgendwie im Hotel schlafen oder wie auf immer dass du dann auch sagst, ach ja können wir auch gerne machen.

00:19:22: Also warum nicht?

00:19:24: Also wie so Schwarz und Weiß, wie so jetzt nur Hardcore, Outdoor vier Tage lang keine Ahnung auf dem Boden schlafen es geht auch anders.

00:19:33: also von dem her finde ich das richtig richtig cool.

00:19:36: Wir haben schon ein paar Ausrüstungstools genannt die man dabei haben muss unter anderem eben so einen sehr kleiner Schlafsack?

00:19:48: Was gehört denn noch dazu, also was muss man unbedingt mit dabei haben.

00:19:53: Oh!

00:19:53: Was war

00:19:54: das?!

00:19:55: Ah!

00:19:55: Das ist der Werbeblock!

00:19:57: Jetzt gibt es einen kurzen Hinweis auf unseren heutigen Werbepartner Suunto.

00:20:01: Mit dem Suunto nautig erst bekommst du einen modernen Tauchcomputer, der dich unter Wasser mit allen wichtigen Daten versorgt von Tauchtiefe über Tauchzeit bis hin zur sicheren Dekoberechnung und optionalen Luftintegration.

00:20:15: Er ist robust leicht zu bedienen und sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Taucher geeignet.

00:20:21: Und das allerbeste, er sieht aus wie ein Smartwatch!

00:20:25: Wenn du also tauchst oder es vielleicht gerade planst dann schaut ihr doch auf jeden Fall mal den ZoonToolNautik S an.

00:20:31: Den Link findest Du wie immer in unserer Beschreibung und den Show Notes und jetzt geht's weiter mit der Folge

00:20:38: Ja, also genau fangen wir mal mit dem Schlafen an.

00:20:41: Da ist ein Schlafsack wichtig die Matte natürlich.

00:20:44: Die ist auch... Also da bin ich auch zuerst mit meiner Zehn Euro Isomatte aus dem Supermarkt gekommen, da habe ich auch gemerkt das schläfst du dann nicht gut und dann macht es ganz ja auch nicht viel Spaß.

00:20:57: Jetzt habe ich so eine richtig gute von Expert die kriegst du klein zusammen aber da hast du auch eine tolle Schlafqualität.

00:21:02: also das macht ganz viel aus finde ich der Schlafsack muss auch für die jeweilige Temperatur passen sollte nicht zu warm sein weil wenn du da im Schwitzen bist das findest nicht gut Aber auf deiner Zeit willst du auch nicht frieren.

00:21:15: Ich finde immer so eine, genau ich habe dann meistens noch so eine Mütze dabei.

00:21:19: Weil du kannst zwar den Schlafsack auch echt richtig zumachen aber dann hast du das Gefühl du erstickst.

00:21:25: ja also lieber den Kopf ein bisschen freilassen und wenn du am Kopf frierst dann irgendwie noch ne Mützel auf haben Dann einen Biwaküberzieher die sind nicht so teuer die sind gut gerade auch weil es über die Nacht taut dann wird der Schlafsack nass.

00:21:42: oder auch wenn es regnet, dann ist das nicht schön.

00:21:45: Wenn's dann nass ist, also so ein Bewerbüberzieher ist da noch ganz gut, dann das Tarp wo du eben drüber packst damit falls es regnet oder ja dass du nicht nass wirst.

00:21:58: Das ist so fürs Schlafen letztlich ganz wichtig.

00:22:01: Klamotten habe ich meistens auch so relativ leichte Sachen dabei.

00:22:07: Es gibt zum Beispiel so Merino Zeugs, gerade wenn es ein bisschen kühler ist.

00:22:12: Das wärmt auch noch, wenn's ein bisschen feucht geworden ist das stinkt nicht so schnell.

00:22:18: Das ist ganz gut.

00:22:19: und genau dann hast du ja zum Beispiel auch die Schuhe.

00:22:24: da hängt wieder um ein bisschen davon ab wie du so ein bisschen deine Tour gewichtest.

00:22:29: also wenn ihr jetzt zb viel im Wasser bist wenig an Land, dann hast du natürlich nicht so globige Stiefel dabei.

00:22:37: Weil die würden auch wieder zu viel Platz wegnehmen.

00:22:39: Du hast meistens so Trailrunning Schuhe.

00:22:43: Genau wenn du jetzt aber sagst, ich bin eigentlich... weil letztlich ist dieses Equipment natürlich auch ein möglicher Macher in dem jeder auch ein bisschen selber kreativ werden kann.

00:22:51: also wir können damit ja auch zum Beispiel an diesen einen Bergsee wandern der nur den du eben mit dem Auto nicht erreicht, nicht mit dem Lift erreichst.

00:23:00: Den du halt nur mit leichtem Equipment erreichen kannst.

00:23:04: und ein Equipments Teil den ich jetzt so nett erwähnt habe der nennt sich Flugblei.

00:23:10: ja das heißt da hast du quasi eine Art Rucksack zum Beispiel von einem Camelback das kennt man wo es so eine Trinkblase drin ist.

00:23:18: ja und dass haben wir diese Trinkblase rausgeschmissen und haben diesen Rucksack dabei.

00:23:25: Und wenn wir dann ins Wasser gehen, dann füllen wir den mit Steinen.

00:23:28: Das heißt der ist quasi so ein bisschen unser Bleigot weil wir natürlich auch keinen Bock jetzt irgendwie vier fünf Kilo Blei mitzuschleppen damit wir ein bisschen unter Wasser kommen.

00:23:38: und sobald wir wieder aussteigen schmeißen wir dann dieses diese Steine wieder wieder raus und müssen sie nicht mitschleppnen.

00:23:45: So kann ich zum Beispiel auch sagen hey eigentlich will ich jetzt gar nicht die Küstenlinie kroatiens oder von Frutuoso bis Portofino-Schnorcheln, sondern ich will einfach mal an diesen einen Bergsee.

00:23:57: Und kann das eben nicht mit Tauchgerät machen?

00:23:59: Kann es eben wie diesem leichten Gepäck machen und wandert dann vielleicht hoch also... Das ist im Ursprung war die Idee schon vom Bernhardt dass man so quasi ein bisschen Fortbewegungsverhalten von ziehenden Zeugetieren imitiert.

00:24:18: Das man sagt, schaut diese Wale an, schaut die Delfine an.

00:24:21: Die gehen so die Küssenlinie entlang um zu fressen und so weiter.

00:24:26: Es sind keine Ahnung ein Drittel Überwasser zwei Drittel Unterwasser und dieses Flowdiving das machen wir schon auch, um es ein bisschen Strecke zu machen.

00:24:35: Aber wenn ich jetzt zum Beispiel im Bodensee unterwegs bin oder eine Müritz, dann ist es halt einfach auch so ein Schnorchelwandern.

00:24:42: Wo du dir quasi die Welt über und Unterwasser ein bisschen anschauen kannst.

00:24:48: Und deswegen kann es letztlich für jeden auch was anderes sein.

00:24:53: Ich finde das super, super spannend!

00:24:56: Wie sieht man das aus?

00:24:57: Wie fit muss sich denn dafür sein?

00:24:58: also wenn wir jetzt wirklich sagen drei Tage Hardcore-Autor ohne Pension, sondern wirklich unter Wasser.

00:25:10: Ja also es ist... Ich würde schon sagen, man sollte in der Lage sein auch mit Flossen zu schwimmen.

00:25:21: Einmal da ist jemand, der hat die Flossen angezogen und direkt nach Hundertweder extreme Krämpfe bekommen dann macht's natürlich bringt es nichts, also ich muss schon in der Lage sein auch mal eine Weile mit den Flossen quasi zu schneucheln.

00:25:38: Also jeder Taucher oder Schnäuchler kann das gut machen?

00:25:44: Es sind gar nicht so diese riesen Strecken!

00:25:46: Ich hatte einmal ein Projekt im Jahr für die C-Tracking Setup den Bodensee umschwommen Und da habe ich jeden Tag zehn Kilometer zurückgelegt.

00:25:59: Also du machst so zwei Kilometer in der Stunde und ja, dann hast du so fünf sechs Stunden am Tag.

00:26:05: wenn wir jetzt aber Sie und das habe ich drei Wochen gemacht und dann merkst du es dann irgendwann schon dass es irgendwie immer die gleiche Muskulatur ist und so Wenn ihr jetzt aber so zum Seed Tracking In Kroatien oder sowas bist dann haben oftmals nur Strecken von drei Kilometer und wenn Du auch extrem langsam unterwegs bist und du machst irgendwie ein Kilometer in der Stunde, also das ist wirklich kein großes Ding.

00:26:31: Also viele starten einfach auch ein bisschen zu schnell weil sie denken sie müssen es irgendwie hinter sich bringen aber letztlich ist langsamer besser und die Strecken sind nicht so weit.

00:26:43: Aber man sollte schon mit Flossen quasi mal eine Stunde oder sowas schwimmen können.

00:26:52: Ja, auf jeden Fall.

00:26:53: Wie sieht das mit dem Thema Sicherheit aus?

00:26:56: Ist es irgendwie gefährlich weil ich mein man ist ja dann wirklich ab vom Schuss wenn man natürlich sich ein check raus sucht wo man sonst auch mit dem auto oder wie auch immer nicht hinkommend.

00:27:08: Ja absolut Es sind großes thema.

00:27:09: Natürlich und du hast es schon so dass die rettung oftmals eben nicht von land kommen kann.

00:27:19: Wenn jetzt irgendwas wäre gibt's schon auch mal zwischenfälle Kann auch mal sein, dass der irgendjemand einer Wand hoch klettert und ist runtergefallen.

00:27:28: Also hatten wir schon einmal in Italien In dem Fall Muss man dann eben zum Beispiel die Wasserrettung Rufen Und die bringt den Verunfallten dann zum nächsten Ja zum nächsten Hafen wo dann der Krankenwagen kommt.

00:27:47: Tatsächlich hast du auch nicht immer Handy empfangen da wo man unterwegs ist.

00:27:50: das heißt Wir haben dann zum Beispiel so ein Garmin Gerät dabei, wo man auch die Möglichkeit hat Notruf abzusetzen.

00:27:57: Man hat natürlich erst die Hilfe Zeugs dabei und wir schärfen halt den Leuten dann schon auch ein dass wir jetzt hier draußen wirklich auch ausgesetzt sind, wie du das halt auch beim Bergsteigen oder beim Bergwandern oder sowas hast.

00:28:12: Dass der jetzt nicht innerhalb von ein paar Minuten drauf hoffen kannst dass sich da jetzt irgendjemand rettet.

00:28:17: Das heißt man muss ja schon ein bisschen innerhalb seiner Limits bleiben und man muss dann natürlich vor allem auch das Wetter usw.

00:28:27: ein bisschen im Blick haben und dann eben im Zweifel lieber umdrehen.

00:28:32: wir machen es meistens so den ersten Tag bei so einem mehrtägigen Trail in einer Bucht machen, die jetzt nicht so weit von unserem Parkplatz weg ist.

00:28:42: Dass sie dann wenn du merkst okay das funktioniert nicht so richtig ja?

00:28:46: Dann können wir einfach noch mal oftmals auch über Land wieder zurück zum Auto gehen.

00:28:51: Wenn man merkt man hat irgendwas vergessen oder wenn man merke ich bin für mich doch nicht zu gut und dann würde es gehen.

00:28:57: aber völlig ohne Risiko ist es natürlich ähnlich wie bei einer Tauchsafari, wo du halt auch in Ägypten keine Ahnung nicht immer innerhalb von ein paar Minuten dann eine Rettung oder sowas hast.

00:29:15: Aber ansonsten sind wir halt auch wiederum in erster Hilfe ausgebildet haben und erste Hilfekasten dabei haben einen Notruf dabei also so was.

00:29:27: um sowas muss man sich schon Gedanken machen.

00:29:29: auch generell würde ich sagen machen das die Tauchlehrer, dass sie quasi sich auf das Schlechteste oder auf das schlimmste vorbereiten und nicht zu sehr darauf hoffen, dass jetzt alles gut geht.

00:29:44: Sondern einfach auch gucken okay, hier kommt eine Wand.

00:29:47: Hier könnten wir in keiner Weise raus.

00:29:49: Das heißt solche Plätze sollte es nicht so viel geben sondern schon eher die Plätze wo du dann jederzeit auch mal das Wasser verlassen kannst.

00:30:01: Manchmal ist es ja auch normal.

00:30:04: Wir machen es meistens so, dass der Bernhard vorne draus geht und ich bin immer gerne ein bisschen langsam unterwegs.

00:30:08: Ich bin dann quasi der Besenwagen.

00:30:11: Dann sind die Sea Tracker auch immer in diesem Body System unterwegs.

00:30:17: Das wird ein bisschen freier interpretiert, weil du mit diesen Leinen sonst dir zu nahe kommst.

00:30:23: aber wenn jetzt jemand sagt ich will jetzt mal hier runter, dann trifft man sich und packt die zwei Backs zusammen.

00:30:32: Der eine geht ein bisschen runter der andere wartet an der Oberfläche können dem Notfall helfen.

00:30:37: Manchmal ist es halt aber auch so dass wenn sein vielleicht ein bisschen unruhiger wird manchmal auch mental ein bisschen schwieriger wird.

00:30:43: das du denkst um Gottes Willen ja jetzt bin ich hier draußen Und dann ist es schon immer gut, wenn jemand noch da ist und da nochmal ein bisschen Sicherheit geben kann.

00:30:56: Ja auf jeden Fall!

00:30:58: Und ich glaube das macht auch ganz viel aus, wenn man natürlich auch vorher weiß wo geht man hin?

00:31:02: Was ist es für eine Route?

00:31:03: Kann man sich ja auch vorher angucken usw.

00:31:05: Und bespricht man bestimmt auch vorher um einfach nochmal so diese... Ich sag mal, Angst zu nehmen ist wahrscheinlich einfach gesunder Respekt.

00:31:14: Angst ist es wahrscheinlich nicht aber wahrscheinlich einfach Gesunderespekt vor der Sache und das ist auch völlig fein.

00:31:19: Wie ist denn das?

00:31:20: Was hast du denn oder was erlebt man bei so einem Sea Tracking Trip, was man normalerweise sonst nicht Bei dem normalen Tauchgang erleben würde?

00:31:29: also vielleicht gibt's eine Situation die dir sehr in Erinnerung geblieben ist oder so wurde heute noch von Zerst, die da mit uns teilen möchte.

00:31:37: Also es gibt in jeder Umgebung ganz, ganz viel.

00:31:42: Also was ich zum Beispiel bei dieser Bodensee Runde super spannend fand das war... Ich erinnere mich noch da bin ich in Bootmann Das ist quasi das obere Ende vom Bodenseee Los!

00:31:59: geschwommen morgens und die Sicht war so gut, dass du das untere Ende um Bregenz, Lindau und auch Rohrschach und so weiter gesehen hast wo hinten dann auch schon die Alben echt toll zu sehen waren.

00:32:11: Und dann hast du meistens checkst du okay was sind die nächsten zehn Kilometer?

00:32:17: Das ist dann irgendwie ein Kirchturm oder sowas den du anpeilst und denkst ok das ist deine Tagesetappe!

00:32:25: Die Idee zum Beispiel für diese Bodensehrunde Die ist während Corona geboren, weil davor war ich ultra viel am Reisen.

00:32:34: Kann mich daran erinnern, dass in dem Jahr zwei Tausend Neunzehn die ganze Zeit unterwegs war.

00:32:37: Man konnte es auch gar nicht so richtig verarbeiten.

00:32:39: Du warst ein Mauritius mit Wahlen tauchen und dann warst du auf Bahamas mit Heinen tauchen.

00:32:44: Dann warst wieder in französisch-polinesien mit Buckelwahlen tauchen und Mexiko mit Mantas und alles in einem Jahr irgendwie.

00:32:52: Wahnsinn!

00:32:53: Da warst du richtig viel unterwegs und schnell irgendwie in ganz anderen Kulturkreisen aber auch nie lang genug da, dass sie dich darauf einlassen können.

00:33:02: Der komplette Gegensatz ist eigentlich das was wir beim Seed Shacking machen.

00:33:05: Da bist du am Bodensee bin ich los Und habe das Ende dieser Etappe gesehen und stundenlang... Du denkst, es ist ja gar nicht so weit.

00:33:15: Stundenlang schwimmst du und diese dofe Kirchturm kommt irgendwie näher.

00:33:19: Es ist ein extremer Kontrast, eine extreme Langsamkeit die du da hast.

00:33:25: Raus kommst du danach völlig leer.

00:33:30: Ich dachte eigentlich dass ich während einer Tour Gefühl von Freiheit, super inspirierend und alles ist.

00:33:39: Dass ich da mit Sicherheit mit tausend neuen Ideen rauskomme.

00:33:42: Weil wenn hast du schon mal so die Zeit, dass du mal nichts machst, ja?

00:33:46: Das der wirklich mal in dem Fall war es zwanzig Tage, wo ich dafür den Boden sehe gebraucht habe.

00:33:50: Da ist er dann mal zwanzigtage entlangschneuchelt Aber es kam eigentlich keine Ideen.

00:33:56: Also das war ganz witzig, aber was halt wahr war dass du zu völlig gechillt Du hast ja quasi den ganzen Tag Atemübungen gemacht die ganze tag im Wasser bewegt und Du warst nachher so extrem ausgeglichen sodass ich jetzt heute noch wenn Ich irgendwie merke auch ich bin irgendwie nicht gut drauf dann gehe ich einfach Innen in einen See hier rund um Freiburg zum Beispiel ein Opfingersee oder vor hoch an den Schluchtsee Und schwimmen einfach mal zwei drei stunden und danach ist irgendwie alles wieder Eingenottet weißt du?

00:34:23: Also das ist auf jeden Fall so ein Gefühl.

00:34:26: Dann natürlich dieses, ja ich muss sagen die spektakulären Sachen.

00:34:34: was jetzt so unter Wasserwelt angeht kann ich mich weniger, weniger jetzt dran erinnern weiß ich dass du da jetzt irgendwie mit Wahlen oder sowas wie in anderen Gegenden unterwegs bist.

00:34:44: aber was du halt dort hast es gibt so Es gibt so diesen Begriff, der nennt sich Ozeanische Selbstentgrenzung.

00:34:52: Das bedeutet dieses Gefühl dass du dich quasi auflöst.

00:34:58: Das hast du manchmal beim Abneuthauchen in der Statik wenn du im Wasser legst und du gar nicht mehr merkst wo höre ich auf?

00:35:07: Wo fängt das Wasser an?

00:35:08: Du hast eine Art Einheitsgefühl Und sowas kann dir auch im Ozean passieren, wenn du ganz weit draußen bist und du siehst vielleicht kein Land.

00:35:17: Du machst zum Beispiel so ein Offshore-Trail bis irgendwo draußen und hast so das Gefühl, boah jetzt bin ich irgendwie eins ja?

00:35:25: Du bist in diesem blau unten.

00:35:27: Blau soll ja auch eine Farbe der Meditation sein und hast du das Gefühl du löst dich da auf.

00:35:34: Das ist schon ein abgefahrenes Gefühl und das passiert eben manchmal sehr lange im Ozean bis sehr weit draußen ist, nicht mehr so diese Referenzen des Grundes und so weiter hast.

00:35:44: Das kann manchmal auch ein bisschen scary sein aber meistens das ist echt ein krasses Gefühl ja?

00:35:53: Und dieses Gefühl dass du auch eine Zufriedenheit hast wenn du abends in dein Schlafsack schlüpfst und du merkst so hey ich habe jetzt irgendwie Klar, du hast natürlich trotzdem ein Handy dabei.

00:36:05: Aber das hast du meistens aus, weil du könntest ja für einen Notfall brauchen oder du machst mit ihm ein paar Bilder aber ansonsten bleibt es aus.

00:36:11: Du schaust jetzt noch nicht noch Instagram oder sonst was.

00:36:14: Ja?

00:36:14: Du hast auch nicht irgendwie noch abends ein Bier, weil dafür ist kein Platz.

00:36:19: Du merkst eigentlich hey ich brauche gar nicht viel um wirklich glücklich zu sein und ausgeglichen zu sein.

00:36:25: Und das ist so ein Gefühl dass du eben da beim Seatracking spürst dazu natürlich dieses in der Natur sein, sich dort wohlfühlen.

00:36:35: Das ist eigentlich so für mich dieses Besondere dran oder es sind jetzt ein paar Sachen die besonders waren, die du jetzt vielleicht nicht richtig spürst aber das ist wirklich toll.

00:36:49: Ich glaube auch das was du beschreibst ist ja auch wirklich so dieses Reconnecting mit der Natur dieses Einswerden, dieses mal abgeschottet sein von dieser ständigen Erreichbarkeit einfach mal im Sein zu seien.

00:37:07: Ist das wahrscheinlich?

00:37:08: Und ich denke dass es was ist, was du zwar vielleicht kurzfristig bei so einem normalen Tauchgang irgendwie hast aber vielleicht auch nicht weil der dann mit Geräten und sonst irgendwas ja dann trotzdem irgendwie ein bisschen... beschäftigt, bis sagen wir es mal so und wenn du aber dann wirklich mal ein paar Tage da wirklich nur einen Stopp in der Natur unterwegs bist das ist ja auch ich sag mal energetisch wirklich was ganz ganz anderes.

00:37:33: Auch mal diesen vielleicht auch Stadtlerben alleine nicht mehr zu haben oder so sondern erstmal auch eine komplett andere Geräuschkulisse.

00:37:40: also ich glaube das sind wirklich so Situationen oder so Momente wo man so denkt so schön also runter kommen und durchatmen

00:37:52: Absolut, absolut.

00:37:53: Meistens merkst du es ja gar nicht so ergründen warum du dich jetzt gerade so gut fühlst.

00:37:58: aber ich finde das wird manchmal dann mit dem Kontrast ganz gut klar wenn wir... Ich erinnere mich an einen Trail.

00:38:06: da sind wir von Rapala nach San Frutuoso.

00:38:09: im Anfang November war aber echt mehr noch schön warm und wir sind diese Küste runter und sind dann ein paar Tagen in Portofino quasi eingelaufen und wir waren halt irgendwie ein paar Jungs, die ganze Zeit ziemlich alleine, ziemlich ruhig das Ganze.

00:38:31: Und dann kommst du nach Portofino und es ist voll der Zirkus, gell?

00:38:33: Dann kriegst du erst mal völlig geflasht weil du denkst so Gott was sind das alles tausende Leute und wobei es wahrscheinlich im Vergleich zu Portofinow im Sommer total leer war.

00:38:44: aber da war richtig Action.

00:38:46: Und dann merkst du eigentlich, so scheiße, erzähl mal wieder da.

00:38:49: Das

00:38:51: ist der Spaß vorbei!

00:38:52: Ja genau.

00:38:53: Das war das Spaß vorbei ja?

00:38:55: Achja spannend, ja kann ich mir hundertprozentig vorstellen.

00:38:58: Hundertprozentig Wahnsinn.

00:39:00: Nick was is denn wenn gerade jemand diese Folge hört und sagt ey... ...das was Nick jetzt hier erzählt hat.

00:39:06: Das interessiert mich so sehr und ich möchte es unbedingt mal... Ich möchte erstmal mehr davon erfahren und vielleicht möchte ich sowas auch mal mitmachen.

00:39:12: Wo kann man dich denn

00:39:13: erreichen?!

00:39:15: Ja, am besten auf meiner Webseite nicklinder.com, vielleicht können wir die noch connecten und... Ist das verständlich?

00:39:22: Genau da findet man eigentlich immer sehr aktuell die Trails.

00:39:27: also jetzt sind wir ja schon fast am Ende der der Saison jetzt sind noch im September sind noch Trails genau und dann mache ich auch oben World of Swim Kurse und und und also vieles von dem was man da brauchen kann findet man da Kann man auch die Taschenkammer auf der Webseite sich mal anschauen.

00:39:45: Ansonsten immer auch eine Mail schreiben, weil ich habe auch immer so einen Fundus an Leuten, die sagen, jetzt wünschen wir uns wieder ne Tagestour.

00:39:54: Das mache ich auch immer gerne, dass man quasi mal sagt okay, wir treffen uns mal einem Samstag hier in Freiburg wandern an den See, schneucheln durch den See dann lernt man das ganze Mal ein bisschen kennen und kann leichter einschätzen, ob man vielleicht auch drei Tage mit an den Bodensee kommt oder ob man dann gleich sagt, hey ich komme mit nach Kroatien.

00:40:14: Oder also einfach auf die Webseite gehen und ansonsten schreiben wenn man da Interesse hat wie kann man das starten?

00:40:22: Also da gibt es auf jeden Fall tolle Wege ohne dass wir jetzt gleich irgendwie drei Tage oder vier Tage in Kroatie loslegen muss wobei auch das wirklich einige machen und es hat so gut wie keiner bereut, das mitzumachen.

00:40:40: Es ist keine krassekörperliche Performance die man da machen muss.

00:40:49: Ja, sehr schön.

00:40:50: Also ihr habt's gehört.

00:40:51: selbstverständlich werden wie immer Nik seine Kontaktarten hier in den Show Notes verlinken, seine Website auch seine Social Media Kanäle alles was Nik hat und dann seid ihr mit einem Klick direkt bei ihm und könnt ihn einfach mal mit Fragen löchern.

00:41:05: Und falls du diese Folge gerade auf YouTube streamst natürlich auch hier in der Infobox das alles verlinkt und Du bist mit einem klick direkte bei Nik.

00:41:12: Nick, ich danke dir.

00:41:13: Danke für deine Zeit!

00:41:15: Danke für dieses tolle Thema und wer weiß vielleicht sehen wir uns ganz bald mal auf so einem See-Tracking-Trip.

00:41:22: Würde mich freuen.

00:41:23: Dankeschön für die Einladung.

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